#Rezension Princess – der Tag der Entscheidung von Valentina Fast

© Michaela Fränzer
9783646602012
© Carlsen Verlag

Princess – der Tag der Entscheidung ist ein Spinn off zu der Royal-Reihe von Valentina Fast und spielt aus der Sicht von Evelina, der Schwester von Prinz Philipp. Die Geschichte erschien am 07. März 2016 als e-Book bei impress.

Achtung: bitte erst Royal lesen, der Text enthält möglicherweise Spoiler auf den Inhalt der Reihe!

Darum gehts:
Die gesamte Royal-Geschichte aus einer komplett anderen Sicht. Genau wie ihr Bruder wird Prinzessin Evelina aus Sicherheitsgründen vor der Welt versteckt. Als die Auswahl beginnt, wird sie mit drei anderen Mädchen, die neben ihr bei ihrer eigenen Auswahl im nächsten Jahr teilnehmen sollen, auf einem Gasthof in der Hauptstadt Viterras versteckt. Doch das ganze Prinzessinnenleben findet Evelina schrecklich – sie fühlt sich eingeengt, von ihrer Familie ungeliebt und würde am liebsten draußen in der Außenwelt leben. Nachdem sie wieder einmal ausgebüxt ist und sich auf einen Maskenball geschlichen hat, wird sie von ihrem extrem charmanten Tanzpartner entführt – angeblich zu ihrer eigenen Sicherheit.
Für Evelina beginnt eine Zeit voller Fragen. Sie ist hin und hergerissen zwischen ihrer Pflicht Viterra gegenüber und dem Wünsch endlich frei zu sein. Zwischen Liebe und Pflichtbewusstsein. Und sie weiß irgendwann nicht mehr, was sie noch glauben soll und wem sie überhaupt noch vertrauen kann.

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Meine Meinung:

Ich fand Evelina als Protagonistin toll und sogar ein klitze kleines bisschen besser als Tanya. Zwar lese ich auch gerne von Protagonistinnen, die sich im Laufe der Geschichte vom schüchternen Mädchen zur einer selbstbewussten, starken Persönlichkeit entwickeln, aber auf die Dauer kann das doch etwas monoton werden. Die Prinzessin von Viterra dagegen ist taff, dickköpfig, etwas wagemutig und weiß, was sie will. Zwischendurch hat sie auch mal ihre fünf Prinzessinnen-Minuten, aber im Großen und Ganzen ist sie nicht besonders überheblich. Witzig fand ich immer diese Gegensätze: Das tut eine Prinzessin nicht – ich sollte diese Regeln wirklich vergessen.
Ich weiß nicht so recht, was ich von Logan halten soll. Er erinnert mich von seiner Art her schon an „die jungen Männer“ aus den Royal-Bänden, aber er ist sehr sprunghaft und ich kann seine Beweggründe nicht immer nachvollziehen.
Natürlich treffen wir auch uns bekannte Charaktere aus den Royal-Bänden wieder, allerdings nur sehr kurz. In erster Linie natürlich Evelinas Familie.

Die Geschichte von Princess ist an sich super interessant, weil man noch einmal viel mehr über Viterra erfährt und über den Fortschritt und die Forschung im Land. Es hat die Royal-Geschichte richtig gut ergänzt und noch einmal bestimmte Teilaspekte erklärt.
Den Stil von Valentina Fast fand ich schon in den Royal-Bänden gut und auch in Princess wurde ich dahingehend nicht enttäuscht. Besonders die Stelle, wo Evelina die letzte Entscheidung von Philipp bei der Auswahl kommentiert, fand ich richtig gut und hat mich fast zu Tränen gerührt, weil man doch noch einmal an Tanyas Situation in dem Moment gedacht hat.

Was ich persönlich allerdings schlecht fand, war der gesamte Ablauf der Geschichte. Dadurch, dass die Handlung aus allen sechs Royal-Bänden zusammengefasst wurde, war sehr viel Inhalt da. Dadurch waren viel zu schnelle Sprünge zwischen einzelnen Szenen und  Szenen wurden teilweise nicht richtig ausformuliert. Erst ist Evelina außerhalb, dann in New Yorek, dann wieder in Viterra, dann bei ihren Großmüttern, dann gefangen, wieder frei, gefangen…es ist alles einfach viel zu viel für die paar Seiten. Hier finde ich hätten auf jeden Fall mehr Ausführungen der Geschichte stattfinden müssen. Auch das Ende fand ich nicht so gut, weil es einfach vorhersehbar war. Ich bin persönlich ein Fan von Happy Ends, aber das war dann doch etwas zu happy meiner Meinung nach. Außerdem ein Kritikpunkt: Am Anfang erzählt Evelina, dass ihr die Geschichte peinlich ist, weil sie so schwach war. Ich finde das stimmt einfach nicht, wenn man das Buch gelesen hat. Sie verhält sich die ganze Zeit mutig.

Mein Fazit:
Princess – der Tag der Entscheidung ist eine gute Fortsetzung und Ergänzung der Royal-Reihe. Vor allem die Protagonistin überzeugt mit ihrer Art und bringt einen auch mal zum schmunzeln. Allerdings ist die Erzählung an sich sehr sprunghaft und man hat das Gefühl, dass hier viel gekürzt wurde an Handlung, was sehr schade ist. Daher gibt es für den Spin Off drei von fünf möglichen bücherschmökerern.

 

Bewertung3

Eure

unterschrift

 

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