#Rezension Rauklands Sohn von Jordis Lank

©Verlagshaus el Gato
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Ja, die Rezension ist dieses Mal wirklich lang geworden. Aber lasst Euch davon bitte nicht abschrecken! Rauklands Sohn ist ein sehr gelungenes Buch und ich kann es jedem nur empfehlen, der gerne über Freundschaft, Abenteuer und auch Anlehnungen an das Mittelalter liest.

Darum gehts:
Ronan, Sohn von König Azel Carinn von Raukland, ist der begabteste Schwertkämpfer mit dem Langschwert im Nordmeer. Kurz vor einer großen Schlacht, in der Ronan einen Hinterhalt anführen soll, wird der junge Mann angeblich mit Wein außer Gefecht gesetzt. Über die Schmach der verlorenen Schlacht außer sich, bestraft Azel seinen Sohn unglaublich hart und bringt ihn dabei fast um. Als Strafe schickt der König Ronan auf die Insel Lannoch ins Exil. Dort soll er binnen eines Jahres das Eiland für Raukland unterwerfen. Dazu muss Ronan verschiedene Aufgaben erfüllen, allen voran einen Freund finden. Gar nicht so einfach, wenn man ohne Liebe aufgewachsen ist und in dem Glauben lebt, jede Schwäche macht einen wertlos. Natürlich sind die Bewohner von Lannoch alles andere als begeistert davon, dass Ronan ihr Königreich für sich beanspruchen will. Der junge Mann hat also mit allerlei Schwierigkeiten zu kämpfen, nicht zuletzt mit einer wunderschönen, aber sehr störrischen Prinzessin…

Du möchtest gerne direkt reinlesen? Hier gehts zur Leseprobe!

Meine Meinung:
Dieses Buch ist der Wahnsinn! Ich hab es innerhalb von einem Tag durchgelesen, trotz Arbeit. Bei Geschichten, die im Mittelalter angesetzt sind, bin ich manchmal etwas vorsichtig, weil ich die rohe Gewalt und wie in den Büchern zum Teil mit Personen umgegangen wird nicht so schön finde. Aber ich muss sagen: Ronan hatte mich von der ersten Seite an.

Die Story bietet so viel Stoff, dass es auch locker für die komplette Trilogie gereicht hätte. Trotzdem ist jeder Strang liebevoll auserzählt worden und man bekommt nie das Gefühl, dass hier etwas gekürzt worden ist. Geschichten, in denen der Held Aufgaben erfüllen muss, sind abgesehen davon eh der Hit – jeder der Asterix erobert Rom liebt, weiß wovon ich rede.

Der Stil von Jordis Lank bringt die Bilder der Seiten direkt vor mein inneres Auge. Während des Lesens war ich vollkommen in der Welt des Nordmeeres, es wirkte alles so real. Ich hab die grünen Wiesen von Lannoch gesehen, mit Schafen und den Dorfbewohnern, aber auch die stürmische See und das raue Raukland. Das gesamte Buch durch erweckt die Autorin mit ihren Wörtern das Buch zum Leben. Dabei gibt es von allem etwas – lustige wie ernste Szenen, Romantik und Abenteuer, Spannung und Shock-Momente.

Die Charaktere sind alle so detailliert und einzigartig beschrieben, dass sie geradewegs aus dem Buch spazieren könnten. Sobald man mitbekommt, dass Ronan ein Auge auf Eila geworfen hat, denkt man direkt, dass sich die Liebesgeschichte in den Vordergrund drängt. Trotzdem bleibt hier die Freundschaft absolut im Mittelpunkt der Ereignisse. Schon am Anfang merkt man, dass die Chemie zwischen Ronan und Liam einfach stimmt und sie gute Freunde werden, obwohl beide total unterschiedlich sind.

Ronan ist ein Kämpfer und auch wenn er über sich selbst sagt, dass er nicht mutig ist, so stellt er sich doch jeder Gefahr entgegen. Er ist meistens eher in sich gekehrt und mag es nicht seine Gefühle offen zu zeigen. Im Laufe des Buches bricht aber seine harte Schale immer mehr auf.
Liam ist das komplette Gegenteil. Er ist zwar ein sehr liebender und verstehender Mensch, rennt dafür aber häufig vor Problemen davon. Aber genau diesen Charakter braucht es, damit Ronan sich öffnet.
Es gibt so viele bemerkenswerte Charaktere in diesem Buch, aber alle aufzuzählen würde etwas zu lange dauern, trotzdem kann man direkt jedem Namen ein Gesicht zuordnen. Nur noch so viel: Ronans Vater ist ein absoluter Verrückter. Wer tut so etwas bitte seinem eigenen Sohn an?! Unglaublich der Mann. Erinnert mich etwas an die Reaktion von dem König in Sinabell von Jennifer Alice Jager.
Und Torin ist so ein süßer kleiner Junge. Den hab ich direkt in mein Herz geschlossen! 🙂

Auch das Ende passt einfach perfekt zum Buch. Was das Buch noch besonders macht: Jordis Lank hat hinten an das Buch „Outtakes“ drangehangen. Tippfehler, die im Schaffensprozess entstanden sind. Ein super lustiger Zusatz, vor allem wenn man sich manche der Verschreiber mal im richtigen Kontext anguckt. 😀  Jetzt hab ich schon so viel geschrieben und hab trotzdem das Gefühl, den Roman nicht in seiner Gesamtheit wiedergeben zu können. Tja, dann müsst Ihr wohl nochmal selber ran! Ich schmöker bis dahin schon mal in den anderen beiden Teilen der Raukland-Trilogie! 🙂

Das Fazit: 
Rauklands Sohn ist ein super Auftakt zur Trilogie und macht einfach nur Lust auf MEHR! Die Geschichte über Freundschaft deckt alle Facetten einer guten Geschichte ab: Humor, Spannung, Action und die Liebe. Ein toller Roman, der durch den Schreibstil der Autorin Handlung und Figuren real werden lässt. Eine Geschichte, die einen nicht mehr so schnell wieder loslässt. Daher bekommt Rauklands Sohn fünf volle bücherschmökerer von mir.

Bewertung5

Vielen Dank an Jordis Lank und den el Gato Verlag für das Rezensionsexemplar!

Eure

unterschrift

5 Gedanken zu “#Rezension Rauklands Sohn von Jordis Lank

  1. Hi Michi,
    das Buch klingt echt interessant. In diese Richtung (Mittelalter etc.) habe ich bisher kaum etwas gelesen. Außer Game of Thrones…
    Aber ich probiere gerne neue Sachen aus und möchte mich nicht auf bestimmte Genres versteifen.
    An einem Tag ist schon sehr fix =D das muss dich ja richtig gefesselt haben.
    Danke für die Rezi, das Buch kommt definitiv auf meine Wunschliste.

    Liebe Grüße
    Chrissi

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  2. Hey Chrissi 🙂
    Ich lese auch eher Geschichten, die in der Gegenwart spielen. Und bei Game of Thrones merkst du die Ansiedlung in der Epoche wesentlich stärker. Aber ich find es schön, dass du das Buch ausprobieren möchtest, es lohnt sich wirklich! 🙂
    Äh ja ein Tag ist schon schnell, aber in der Regel brauche ich nie lange für ein Buch, ich bin sowas die das Krümmelmonster der Bücher 😀

    Liebe Grüße,
    Michi 🙂

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    1. ^^ Krümelmonster ist gut. Wenn mich ein Buch wirklich fesselt, habe ich es meistens in 2-3 Tagen durch. Natürlich mit Arbeiten nebenher. Manchmal zögere ich das Ende aber auch ein bisschen raus, weil ich nicht möchte, dass es dann schon zu Ende ist.

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