#Rezension Die Ungehörigkeit des Glücks von Jenny Downham

Die Ungehoerigkeit des Gluecks von Jenny Downham © C.Bertelsmann
Die Ungehoerigkeit des Gluecks von Jenny Downham © C.Bertelsmann

Endlich mal wieder eine Rezension! 🙂 Ich hab Die Ungehörigkeit des Glücks schon einige Tage ausgelesen, aber bisher nicht die richtigen Worte gefunden, um meine ganzen Eindrücke aus diesem Buch auszudrücken, da es so vielschichtig ist.

Darum gehts:
Katies Welt wird völlig auf den Kopf gestellt, als nach einem Anruf aus dem Krankenhaus plötzlich ihre Großmutter Mary mit einzieht, die Katie vorher noch nie gesehen hat. Nicht ganz einfach für Katie, ihren Bruder Chris und ihre Mutter Caroline, denn Mary hat Alzheimer und schon seit Jahren keinen Kontakt mehr mit Caroline. Um alle Geschichten von Mary vor der Vergessenheit zu retten beginnt Katie damit alles in einem Gedächtnisbuch aufzuschreiben und lernt damit nicht nur ihre Großmutter immer besser kennen, sondern lernt auch zu sich selbst zu stehen. Doch diese Entwicklung führt immer wieder zu Spannung in der Familie und zeigt, dass nicht immer alles so Friede-Freude-Eierkuchen war, wie alle dachten.

Neugierig geworden? Hier findest du die Leseprobe!

Meine Meinung: 
Das Cover gefällt mir total gut und gibt gut die Stimmung aus dem Buch wieder.

Der Schreibstil von Jenny Downham gefällt mir großteils sehr gut. Sie beschreibt alles sehr lebendig, dass man sich Situationen und Personen direkt vor dem inneren Auge vorstellen kann, lässt aber auch Platz für die eigenen Vorstellung. Stellenweise springt die Geschichte aber sehr schnell zwischen einzelnen Momenten, sodass immer wieder Lücken entstehen.

Es wird aus Katies und Marys Sicht erzählt und zum Teil auch aus verschiedenen Jahren. Hier muss man zwischendurch etwas aufpassen, weil nicht alles chronologisch passiert. Trotz, dass man in die wichtigsten Ereignisse aus verschiedenen Perspektiven Einsicht bekommt, bleiben doch viele Fragezechen beim Lesen bis fast ganz zum Schluss erhalten. Es ist wie bei einem Puzzel, für das man immer neue Teile bekommt, aber das Motiv noch nicht erkennen kann.

Jenny Downham hat mit Die Ungehörigkeit des Glücks eine einzigartige Geschichte geschaffen, die sehr sensibel mit vielen schwierigen Themen umgeht. Zum einen mit dem Thema Demenz/Alzheimer. Es zeigt gut, wie sich Leute mit dieser Krankheit fühlen, wie überfordert Familien damit sein können, aber auch wie mit Alzheimer-Patienten umgegangen werden sollte. Außerdem wird das Thema Familie und der Generationskonflikt sehr stark thematisiert. Was mich nicht so überzeugen konnte war LGBT-Strang der Geschichte. Neben allen anderen Ereignissen wirkte er einfach nicht gut genug ausgeführt und geht unter.

Die Charaktere haben fast alle eine (zum Teil ziemlich große) Macke. Mir persönlich haben die meisten Charaktere nicht wirklich zugesagt, weil sie mir doch etwas zu abgedreht waren. Außer Mary, die fand ich toll. ❤ Die hat mich irgendwie an meine eigenen Oma erinnert.

Das Fazit:
Ein Buch, das auf jeden Fall kein leichter Lesestoff ist und viel zum Nachdenken anregt (nicht zuletzt wegen der vielen tollen Sprüche). Es werden sehr viele verschiedene schwierige Themen angesprochen, wodurch einige etwas untergehen und die meisten Charaktere waren mir einen Ticken zu abgedreht. Trotzdem hat die Geschichte mich gepackt und nicht mehr losgelassen, weil immer wieder Unerwartetes hinter der nächsten Seite wartete. Die Autorin hat einfach eine wunderbare Geschichte geschaffen, die mich zum Teil auch sehr an meine Familie erinnert. Daher gibt es vier von fünf bücherschmökerern.

Bewertung4

Vielen Dank an den C.Bertelsmann Verlag und Lovelybooks für das Buch im Rahmen der Leserunde.

Eure

unterschrift

2 Gedanken zu “#Rezension Die Ungehörigkeit des Glücks von Jenny Downham

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