Eindrücke von der LoveLetter Convention 2016

Jetzt ist es schon eine Woche her – unglaublich. Ich hätte auch nichts dagegen das Wochenende zu wiederholen. Höchste Zeit also für meine Zusammenfassung der LLC 2016. 🙂

Wie ich ja schon einmal gesagt habe, war ich bisher weder auf einer Buchmesse, noch auf einer Convention. Ich wusste also nicht so richtig, was mich erwarten würde. Eine Freundin und ich hatten erst einmal nur ein Sonntagsticket und sind dafür Samstag Mittag mit dem Zug angereist. Samstag haben wir dann Berlin unsicher gemacht. Zuerst waren wir auf dem Antiquitäten und Büchermarkt – eine tolle Fundgrube für Freunde von alten und gut erhaltenen, gebrauchten Büchern.
Dann ging es weiter zum Hakschen Markt, wo ich einen meiner Lieblingssätze an diesem Wochenende gehört habe:

„Hier ist es touristisch und teuer und – einfach nicht gut.“  

Sollte man sich merken. Getreu diesem Motto sind wir auch nicht zum Brandenburger Tor gefahren, sondern abends bei dem Inder Naan essen gegangen. Die Qualität war super, das Essen lecker und die Cocktails gut gemixt – trotzdem haben wir nur sehr wenig zu zweit bezahlt. Besser hätte es also nicht laufen können.

Der Tag der Tage: Sonntag

Von unserem Hostel waren wir innerhalb von zehn Minuten am GLS Sprachzentrum Berlin. Bis dahin hat uns das Viertel schon total verzaubert, es ist einfach wunderschön in der Gegend und es gibt so viele kleine tolle Läden.

Aber los ging es mit der LLC. Die erste Veranstaltung: Brave New World – Verlage im Wandel. Unglaublich interessant! Es ging unter anderem um Fragen, wie Selfpublisher den Markt beeinflussen, Preise beim eBook, ob sich dadurch neue Nischen aufgetan haben (äh Sex mit Dinosauriern?!) und ob sich ein deutsches Buch auch in der Globalisierung behaupten kann. Hier besonders interessant: Bastei Lübbe hat das Setting eines Romans, der eigentlich in Deutschland spielt, in eine amerikanische Kulisse gesetzt, damit das Buch auch in englischsprachigen Ländern ankommt. Wer ist jetzt noch verwundert?

Weiter ging es mit dem Round Table: Verlage & Blogger – Zweckgemeinschaft oder die große Liebe? Leider hat mich diese Veranstaltung etwas enttäuscht. Das meiste wusste ich schon aus den Podcasts von der LBM und die Organisation für Kommunikation zwischen Bloggern und den Podiumsgästen war leider eher dürftig.

Als nächstes ging es zum Workshop „Unterwegs in Irland und Schottland“ wo die Autorinnen Terri Brisbin und Michelle Willingham Schauplätze aus ihren historischen Liebesromanen vorgestellt haben. Leider auch nicht so ganz meins, da das Genre mich nicht so interessiert.
Von da aus ging es in die Lesung von Carina Müller, die aus ihrem aktuellen Buch Hope & Dispair vorgelesen hat. Farblich dazu passend in schwarz und weiß hat Carina das wirklich gut gemacht für ihre erste Lesung und hat das richtige Feeling aus den Zeilen wiedergeben können.

In der Mittagspause wurde draußen ein großes Barbecue aufgebaut. Weil meine Freundin und ich aber nicht satt geworden sind, haben wir uns noch einmal ein schönes Stück Kuchen geholt.

Nach der Mittagspause kam für mich eine der interessantesten Veranstaltungen an diesem Tag: das Blind Date. Nur die Leser und acht Autoren in einem Raum, die ungezwungen aufeinander treffen und Fragen austauschen können. Hier eine der wichtigsten Erkenntnisse:

„Beim Schreiben lernt man sich selbst erst richtig kennen.“ 

„Charaktere sind wie ein unsichtbarer bester Freund neben dir. Du müsstest dir über deine Freundin ja auch nicht aufschreiben, wann sie Geburtstag hat, oder wie ihre Eltern heißen. Das vergisst man auch nach mehreren Büchern nich.“ 

„Allein Talent reicht nicht aus. Du musst hartnäckig bleiben und Durchsetzungsvermögen zeigen.“  

„Bücher werden nicht immer in einer Reihenfolge geschrieben. Manchmal würfelt man auch die Puzzelstücke zusammen.“

Als letzten regulären Programmpunkt haben wir noch die Lesung von Martina Riemer besucht, die aus ihrem Buch Road to Hallelujah vorgelesen hat. Es war sehr schon sie einmal auch persönlich kennen zu lernen! 🙂

Ganz am Ende fand dann noch die Signierstunde an. Unglaublich, aber wahr: manche Leseverrückten standen schon seit dem Mittagessen an. Aber auch ohne überpünktliches Anstehen habe ich alle Autogramme bekommen, die ich wollte und meine Tasche ist ordentlich voll geworden – mit Autogrammen und mit Büchern. Besonders gefreut habe ich mich hier über Estelle Maskame und Poppy J. Anderson. 🙂 Es war toll sie einmal persönlich kennenzulernen!

Hier findet ihr noch einmal das gesamte Programm der LLC 2016 von Samstag und Sonntag.

Alle Autoren waren wirklich total nett und man hat super viel erfahren und dazu gelernt und auch tolle neue Leute kennen gelernt. Was ich etwas schade fand war, dass man außerhalb des gesetzten Programms nichts richtiges machen konnte, außer zu warten. Einige Räume waren auch zu voll, sodass gar nicht immer alle Interessierten hineingekommen sind. Zum Teil musste man also wirklich überpünktlich da sein und andere Vorträge frühzeitig verlassen, was ich sehr schade fand.
Trotzdem würde ich nächstes Jahr gerne noch einmal dieses Erlebnis wiederholen! 🙂

Hier findet ihr alle Eindrücke auch als Bilder:

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Eure

unterschrift

 

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