#Rezension Das neue Buch Genesis von Bernard Beckett

(c) Script5
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Anaximander, kurz Anax, möchte gerne in die Akademie aufgenommen, die höchste Instanz am Ende des 21. Jahrhunderts. In ihrer fünfstündigen Prüfung hat sie Zeit, ihr Wissen über Adam Fordes unter Beweis zustellen; dem Mann, der durch einen rebellischen Akt die neue Welt gegründet hat. Doch ist wirklich alles so wie es scheint?

Neugierig? Hier gehts zur Leseprobe! 

Dieses Buch ist der Wahnsinn! Ich habe es schon mal vor ein paar Jahren gelesen und obwohl es gerade einmal knapp 170 Seiten hat, hat es alles, was es braucht, um die Geschichte perfekt zu machen. Erzählt wird vorrangig in Form des Prüfungsprotokolls, in dem Anax als angehende Historikerin den Geschichtsverlauf wiedergibt.

Anax ist mir auf Anhieb sympathisch gewesen, obwohl man nicht viel über sie erfährt. Im Laufe des Buches kommen dann immer neue Informationen hinzu, die erst am Ende ein Gesamtbild ergeben. Auch der Aufbau der Geschichte ist toll, wobei es im Grunde zwei Geschichten sind. Auf der einen Seite hat man Anax Prüfungssituation und auf der anderen die Geschichte von Adam Forbes. Das Unwohlsein, das Anax befällt, je weiter ihre Prüfung fortschreitet lässt einen ebenfalls innerlich mitfieber, wo der Haken an den Prüfung ist. Adams Geschichte fand ich nicht nur unglaublich spannend, sondern auch hochgradig interessant. Hier prallen immer wieder Gesellschaft und Ethik aufeinander und es wird die Frage gestellt: Muss man ein Mensch sein, um denken zu können?

„Dies ist unsere Geschichte, wie man sie uns gelehrt hat. Das ist unsere Genesis.“ – S. 167

Man muss bedenken, dass das Buch bereits 2009 erschienen ist, aber schon da so viele aktuelle gesellschaftliche, wirtschaftliche und technische Entwicklungen auffasst, mit denen wir uns heutzutage beschäftigen, dass es regelrecht erschreckend ist. Der Schreibstil von Bernard Beckett unterstreicht diese tolle Story, ist allerdings sehr wissenschaftlich und teils komplex gehalten, was vor allem durch die ethischen Grundsatzdiskussionen von Adam und seinem Begleiter verstärkt wird. Das neue Buch Genesis ist also nicht einfach nur zum runterlesen gemacht, sonst regt massiv zum Nachdenken an.

Vor allem das Ende hat mich absolut umgehauen. Es ist eine der krassesten und unvorhersehbarsten Wendungen, die ich kenne. Selbst beim Reread hat es mich immer noch geschockt. Von daher eine gut gemeinte Warnung, an alle, die gerne mal vorblättern – lasst es bleiben! Das vermiest euch gerade das ganz Besondere an diesem Buch.

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Das neue Buch Genesis ist eine Mischung aus Dystopie und SciFi Roman. Es wird eine hochgradig interessante Welt präsentiert mit Anspielungen auf die Antike und die Bibel, die sich aber mit modernen Ansätzen vermischen. Im Buch prallen verschiedenste Gegensätze aufeinander: Gesellschaft, Ethik, Politik und Technik. Ein Buch das zum Nachdenken anregt – insbesondere in unserer aktuellen Zeit. Kann ich nur jedem empfehlen, der auf der Suche nach etwas Tiefgang, inklusive grandiosem Plottwist ist.

Bewertung5

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Eure

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4 Gedanken zu “#Rezension Das neue Buch Genesis von Bernard Beckett

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