#Rezension Marthas Widerstand von Kerry Drewery

marthas widerstand
(c) Bastei Lübbe

Martha wird des Mordes beschuldigt und sitzt im Todestrakt. Jeden Tag, eine Woche lang, wandert sie eine Zeller weiter – jede klaustrophobyscher und graueneregender als die vorherige. In dieser Zeit stürzen sich die Medien auf ihre Story und die Zuschauer haben die Möglichkeit darüber abzustimmen, ob Martha am Ende der sieben Tage hingerichtet wird oder nicht. Alles sieht danach aus, als ob die Leute Martha tot sehen wollen. Doch was, wenn sie es gar nicht getan hat?

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Schon allein den Klappentext fand ich bei diesem Buch so interessant, dass ich es auf jeden Fall lesen musste. Ich wollte unbedingt erfahren, was für eine Gesellschaft Kerry Drewery in Marthas Widerstand aufzeichnet. Erwartet hat mich eine sehr tiefgründige und mächtige Story, die massiv zum Nachdenken anregt. Daher brauchte es auch ein paar Tage, damit ich meine Gedanken zu diesem Buch richtig geordnet hatte, weil ich das Gefühl hatte, ihm mit Worten nicht gerecht zu werden.

Die Geschichte wird durch mehrere Personen, Sichtweisen und Formate erzählt. Zum einen haben wir Martha, die Hauptperson, die die Momente, die zu ihrer aktuellen Situation geführt haben, Revue passieren lässt und einem unsichtbaren Zuhörer erzählt. Dann gibt es noch Eve, Marthas psychologische Betreuerin, die Szenen außerhalb des Todestraktes erlebt und deren Teil der Geschichte aus der Sicht des dritten Erzählers geschildert wird. Zusätzlich gibt es noch ein Fernsehformat, das über den Fall berichtet. Später gibt es auch Szenen aus Sicht des unsichtbaren Zuhörers. Diese unterschiedlichen Erzählweise sorgen für viel Dynamik innerhalb der Geschichte.

Durch das ganze Buch hindurch war ich quasi an den Reader gefesselt. Das Ganze gleicht einer Schnitzeljagd, die immer wieder neue Aspekte ans Licht gebracht und und einen zum Teil super überrascht haben. Hier hat sich Kerry Drewery richtige Meisterschachzüge einfallen lassen. Dadurch bleibt es bis zuletzt spannend, weil man nicht vorhersehen kann, wie es ausgeht und man sich auch nicht entscheiden kann, ob Martha besser leben oder sterben soll. Die Stimmung im Buch erinnert dabei etwas an den Film V wie Vendetta.

Was mich am meisten erschrocken hat, war die Gesellschaft im Buch. Wie kann man sich nur so verhalten? Natürlich bekommt man die aktuellen Strömungen unserer Gesellschaft mit und im Buch wird diese Gesellschaftsform überspitzt dargestellt, aber trotzdem ist es einfach nur ernüchternd. Mich hat Marthas Widerstand auf jeden Fall zum Nachdenken angeregt.

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Marthas Widerstand ist ein Buch, dass man unbedingt lesen sollte! Man findet hier sehr viele starke Charaktere, die für ihre Überzeugung eintreten und so auch den Leser zum Nachdenken anregen. Die Handlung war spannend bis zur letzten Seite und der Zwiespalt zwischen Leben und Tot hat mich fast zerissen. Einfach ein tolles Buch, dass zum Nachdenken über unsere Gesellschaft anregt. Für mich definitiv eines meiner Jahreshighlights. Das Buch gehört für mich daher in die Kategorie

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Vielen Dank an Bastei Lübbe für das Rezensionsexemplar!

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Eure

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3 Gedanken zu “#Rezension Marthas Widerstand von Kerry Drewery

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