Buchkaufverbote und wie man sie umsetzen kann

„Ich darf im Moment keine Bücher kaufen, ich hab Buchkaufverbot.“ Diesen Satz hören wir alle vermutlich ziemlich oft und fast jeder in der Buchwelt hat es vermutlich schon einmal gesagt. Es ist unser Mittel gegen das Kaufen von Büchern: das Buchkaufverbot. Doch ist ein Verbot wirklich sinnvoll?

Ich denke nicht. Verbote und Regeln sind dazu da, gebrochen zu werden, wir kennen das alle. Erlegt man sich selber ein Verbot auf, kann das ganz schnell in die Hose gehen, weil man dann noch eher zum Buchkauf neigt. Das ist vermutlich vergleichbar mit einer Diät – man darf nicht und bekommt noch mehr Lust auf das verbotene Essen. Wir haben unsere Gelüste und unseren inneren Schweinehund nicht immer im Griff, aber eine Bücherdiät? Wer will das schon machen? Vielleicht hilft es ja, wenn man dem Kind einen anderen Namen gibt, aber alles, was mir einfällt, ist immer noch negativ behaftet: Antibüchersammeln, Buchlädenvermeidungskur oder auch Bücherdetoxing.

Ich persönlich bin einfach kein Fan von Buchkaufverboten. Das würde bei mir nur funktionieren, wenn jemand immer im Hintergrund steht und sagt: nein, du darfst jetzt keine Bücher kaufen! Und selbst dann würde ich es vermutlich trotzdem tun, wenn ich das Buch unbedingt haben möchte, deswegen lasse ich es meistens einfach sein.

Wenn ihr trotzdem gerne weniger Bücher kaufen und etwas Geld sparen möchtet gibt es da allerdings einen ganz einfachen Trick: das Verbot in etwas Positives wandeln. Mir persönlich hilft es zum Beispiel, wenn ich mir eine Frist und eine Belohnung setze. Zum Beispiel: Du kaufst dir diesen Monat nicht random Bücher und dafür kaufst du dir am Ende dann dieses eine Buch, was du unbedingt haben möchtest – obwohl es bei mir im Moment ein Backpacking-Rucksack ist, für den ich mein Buchgeld sparen, obwohl das vermutlich länger als nur einen Monat dauert. Aber auch jedes andere Ziel funktioniert wunderbar, auf das man hinarbeiten kann. Auch eine gute Methode: stellt euch eine Spardose an einen gut zu erreichenden Platz, wo ihr viel Zeit verbringt. Immer wenn ihr euch ein Buch kaufen möchtet, tut ihr das entsprechende Geld in die Spardose.

Wichtig beim Fristen setzen, egal, ob man sich doch ein Buchkaufverbot gesetzt hat oder nur auf etwas sparrt so wie ich: setzt euch erst mal kleine Fristen und wenn ihr merkt, dass das funktioniert, dann setzt euch größere. Fangt zum Beispiel mit zwei Wochen an, dann einen Monat, dann vielleicht zwei. Je nachdem, wie lange ihr eben sparen wollt. Setzt ihr euch von Anfang an eine zu große Frist, werdet ihr schnell unmotiviert.

Noch ein gut gemeinter Tipp für das Vermeiden von Büchern: geht nicht in Buchläden oder schaut aktiv auf Amazon nach Büchern, das führt nur noch mehr in Versuchung und ist auch einfach Qual. Ich entdecke so häufig bei einem Besuch in meiner Lieblingsbuchhandlung Bücher, die ich noch gar nicht kannte. Wenn man sich dann keine kaufen darf zieht das einen nur runter und demotiviert ungemein.

Hoffentlich konnte euch der Beitrag ein wenig weiter helfen. Ich wünsche euch auf jeden Fall ein gutes Nicht-Bücher-Kaufen und immer schön positiv bleiben.

Eure

unterschrift

10 Gedanken zu “Buchkaufverbote und wie man sie umsetzen kann

  1. Hallo 🙂

    Ich selbst wollte einfach erst mal meinen SUB runterlesen, bevor ich mir wieder neue Bücher anschaffe. Für mich ist das auch weniger ein Kaufverbot, als eher ein „Sich am Riemen reißen“. Ich bin auch schon ganz stolz auf mich, weil ich seit Januar nur 5 neue Bücher gekauft habe. Keines davon neu, also auch noch Geld gespart ;). Ich hab mir dazu einfach eine lange lange Leseliste erstellt, die ich jetzt einzeln abarbeite. Ich muss sagen: Es läuft richtig gut. Meine Amazon-Liste wächst zwar ständig, aber ich komme nicht in Versuchung, weil ich genau weiß, dass das nächste gekaufte Buch frühestens nächsten Sommer gelesen werden würde. Einzige Ausnahme: Bücher, die es nur noch gebraucht zu kaufen gibt und deren Preise in die Höhe schießen. Wenn ich da ein günstiges Schnäppchen finde, greife ich lieber zu, bevor ich am Ende noch das 10-fache zahle.

    Liebe Grüße!

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    1. Hallo 🙂
      Ja genau das habe ich mir jetzt auch vorgenommen und dass es bei dir so erfolgreich ist macht mir definitiv Mut! 🙂 Ich fänd es super interessant, wenn du darüber mal einen Beitrag mit deinen Erfahrungen machst. 🙂 Das mit den Auslaufmodellen kann ich gut nachvollziehen, das wäre für mich auch eine Ausnahme.
      Liebste Grüße,
      Michi

      Gefällt 2 Personen

      1. Ich hatte in der Tat schon ein paar mal vor, meine Lese-Liste vorzustellen. Jetzt gibt das natürlich noch mehr Anreiz 😉 Kleiner Tipp schonmal: Gedanken darüber machen, welches Buch nach welchem kommt und nicht einfach wahllos runter schreiben 🙂

        Grüße!

        Gefällt 2 Personen

  2. Toller Beitrag liebe Michi ❤
    Ich halte Buchkaufverbote auch für wenig sinnvoll.
    Deine Alternativbegriffe sind übrigens richtig cool 😀
    Wenn ich Bücher haben möchte setze ich sie meistens erst auf die WuLi. Oft merke ich irgendwann, dass ich sie doch nicht wirklich haben will und lösche sie runter.
    Es gibt aber durchaus Bücher, die ich einfach jetzt sofort haben möchte, sei es, wegen des super tollen Inhalts oder weil sie irgendwo im Angebot sind.
    Ich versuche meistens, bewusster zu kaufen. Das klappt oft, aber nicht immer.
    Das finde ich dann aber auch nicht so schlimm.

    Liebe Grüße,
    Nicci

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