Ein leidiges Thema: Konkurrenzdruck unter Buchbloggern und wie ich mit Neid auf andere umgehe

Gerade habe ich durch Facebook gescrollt – eigentlich gar nichts so Ungewöhnliches. Da springt mich dick und fett eine Like-Runde in einer Buchgruppe an. Die mit dem roten Lippenstift hat einmal einen Beitrag zu dem Thema geschrieben, der meine Meinung zu solchen Runden ganz gut widerspiegelt: Sie bringen zwar Follower, aber diese neuen Follower interagieren in den seltensten Fällen dann auch mit deinen Beiträgen. Trotzdem sitze ich da und sehe die ganzen „Gefällt mir“-Angaben der anderen Seiten und spiele mit dem Gedanken, meinen Seitenlink ebenfalls zu teilen, denn ich will ja nicht hinterherhinken. Und das ist genau das Problem: ich hinke eigentlich nicht hinterher. Aber der steigende Konkurrenzdruck unter Bloggern in letzter Zeit hetzt mich in manchen Momenten, ist beharrlich wie ein innerer Schweinehund und schreit: los, beweg dich, du gehst unter! Und in solchen Moment ertrinkt man fast in Neid.

Generation Buchblog 2.0?

In letzter Zeit sind die Themen Konkurrenzdruck und Neid zwischen Bloggern schon öfter aufgekommen und auch mir ist aufgefallen, dass die Bloggerwelt im Wandel ist, seit ich vor über einem Jahr mit meinem Blog gestartet bin. Immer mehr Blogger kommen dazu, so viele, dass ich schon längst den Überblick verloren habe. Alle paar Wochen begebe ich mich auf Blogentdeckungstour, mit nüchternem Ergebnis: nur die wenigsten Blogs sprechen mich inhaltlich tatsächlich an. Doch woran liegt das?

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Natürlich gibt es verschiedene Gründe, aber ich denke wir versteifen uns zu sehr auf Statistiken und verlieren dabei das Herzstück des Ganzen, den Inhalt unseres Blogs, aus den Augen. Durch definierte Vorgaben einiger Verlage fühlt man sich gezwungen entsprechende Zahlen zu erreichen und vergleicht sich in der Masse zwangsläufig mit anderen Bloggern. Ist er größer? Hat er eine größere Reichweite? Hat er ein schöneres Design? Bessere Bilder? Und schon sehen wir unser Stück vom Kuchen schwinden. So wird aus einer Szene, die ich am Anfang als sehr kuschelig wahrgenommen habe und sich gegenseitig unterstütz eine Ellbogengesellschaft, wo die meisten nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht sind.

Auch ich kenne diese fiesen kleinen Stimmen, die einem manchmal einflüstern, dass man es genauso verdient hätte wie andere und die frustriert aufstampfen, weil einfach nichts passiert, man das Gefühl hat auf der Stelle zu treten. Insbesondere, wenn man zum Teil bei seinen Freundinnen, die große Bloggerinnen sind, sich selbst aber noch nicht mal als solche wahrnehmen, mal einen Blick hinter die Kulissen wirft, fällt es manchmal schwer nicht neidisch auf die großen Zahlen zu gucken. Aber ich weiß genau, wie hart sie dafür arbeiten, weil sie lieben was sie tun. Soll ich euch also mal ein Geheimnis über diese ganzen Zahlen und Statistiken verraten? Sie sind im Grunde vollkommen egal.

Mach es, weil du es liebst und nicht, weil du musst

Ich lese, weil ich es liebe. Und genau aus diesem Grund blogge ich auch über Bücher. Genau deshalb stecke ich auch viel mehr Kraft und Mühe in meinen Blog, als in meine Social Media Kanäle. Ich weiß sie sind wichtig – aber so what? Prioritäten liegen immer da, wo man sie sich selber setzt. Kooperationen und viele Klicks sind ein Bonus, aber bei weitem nicht die Hauptsache. Viel mehr zählt für mich jeder Klick, jeder Like und jeder Kommentar darüber, dass sich jemand über meine Beiträge freut oder sie demjenigen weiterhelfen. Dafür liebe ich es einfach Blogger zu sein, es gibt nichts besseres als diesen kleinen Austausch! Für solche Momente habe ich liebend gerne weniger Follower und mehr Interaktion.

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Und wenn es mich nervt und stresst und der innere Neidhund mich in Versuchung führen will wie oben? Dann trete ich bewusst einen Schritt zurück. Ich schließe Facebook und alles andere, was mit Zahlen zusammenhängt und atme erst mal wieder durch. Ich lasse Social Media und Blog eine Weile Social Media und Blog sein und nehme mir ein gutes Buch zur Hand. Das erinnert mich immer wieder daran, warum ich das alles überhaupt mache: weil es Spaß macht und meine Leidenschaft ist.

Du selbst bestimmst deinen Erfolg

Niemand verlangt von euch diese Zahlen vorweisen zu können, nur ihr selbst. Also setzt euch nicht unter Druck, denn irgendwann erreicht ihr euer Ziel. Und wenn ihr dauerhaft unzufrieden seid, dann ändert etwas. Nur ihr seid für euren Erfolg verantwortlich, nicht die anderen für euren Misserfolg. Noch dazu ist sich gegenseitig zu unterstützen doch viel schöner, als ständig zu neiden und sich zu vergleichen – das kostet nur Kraft und frustriert. Ich habe über das Bloggen schon viele tolle Leute kennengelernt, die ich einfach nicht missen möchte. Wir fördern unseren Austausch untereinander und sind dadurch kreativer und entwickeln neue Beiträge zusammen. So macht das Ganze gleich viel mehr Spaß, ist wesentlich entspannter und lässt mich mit einer gewissen Ruhe auf das Neidmonster blicken.

Eure

unterschrift

71 Gedanken zu “Ein leidiges Thema: Konkurrenzdruck unter Buchbloggern und wie ich mit Neid auf andere umgehe

  1. Hallo Michi,
    du schreibst hier so wahre Worte. Manchmal sollten wohl wir alle einen Schritt zurück treten und das ganze Gezanke von aussen betrachten. Und dann würden wohl so einige den Kopf über sich selbst schütteln.
    Herzlichen Dank dafür!
    Grüessli, Nela

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  2. Hallo 🙂
    Danke für den tollen Beitrag! Ich selbst habe zwar weniger das Gefühl, das unter den Bloggern ein Konkurrenzkampf herrscht, aber das liegt vielleicht auch daran, das ich mir selbst eben auch nichts aus dem ganzen mach. Eben so wie du es sagst: Ich mache es für mich, weil es mir Spaß macht und nicht weil ich das Gefühl habe ich müsste irgendwelche Quoten schlagen. Ich finde es schade, dass es Blogger gibt, die das in dieser Hinsicht dann so ernst nehmen. Übrigens habe ich auch einen dieser FB-Beiträge zu Like-Runden gesehen. Würde mich nicht wundern wenn’s der selbe war. Ich find’s irgendwie würdelos. Ich mein, für ganz kleine Blog, die gerade neu starten, ist die Aufmerksamkeit vielleicht gut, aber eine Like-Runde ist oft einfach nur unehrlich. Als ob sich jemand über 20 Likes freut, wenn er ganz genau weiß, dass die jetzt nur da sind, weil man seinen Link unter so einen Beitrag gesetzt hat, in dem eben diese Likes versprochen wurden. Lieber wenige, ehrlich gemeinte Likes, als sowas. / Liebe Grüße!!!

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    1. Danke dir fürs Lesen und für deine Meinung! 🙂 Ja das kann durchaus sein. Der Aufruf war vom 25., aber es hatte wer neu dadrunter kommentiert. Genauso sehe ich das auch! Auch wenn es etwas gedauert hat, bis ich das begriffen hatte am Anfang.
      Liebe Grüße Michi

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  3. Hallo liebe Bücherschmöckerin.

    In deinem Beitrag habe ich mich durchaus wiedererkannt. Als ich vor fast einem Jahr mit dem Blog startete ging es mir erst einmal um die Bücher. Kurz darauf kam die „Hilfe ich brauch ja Follower-Phase“ Bei der ein oder anderen Likerunde hab ich dann auch mitgemacht und es kommen auch immer noch diese Blogs in meine Timeline gespült, aber ich sehe mich nicht extra bei ihnen um, ob ich etwas verpasst habe. Viele Beiträge lese ich gerade mal an, bei anderen hinterlasse ich auf Facebook vielleicht ein Like das war es dann aber auch.

    Darum habe ich für mich selbst entschieden an diesen Runden nicht mehr teilzunehmen. Dafür freue ich mich umso mehr, wenn denn wirklich mal jemand im Blog kommentiert. Das ist dann nämlich eine Person die den Artikel gelesen hat und sich Gedanken dazu gemacht hat. Diese eine Person ist so viel mehr wert, als die 200 Follower auf Facebook, die es nicht interessiert was da steht.

    Alles Liebe Kani

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    1. Hallo Kani,
      Genau diese Phase hatte ich auch und das Ergebnis ist, wie du schon sagst, dass manche zwar in die Timeline gespült werden (übrigens ein toller Ausdruck), man sich aber nicht richtig für deren Beiträge interessiert, weil man keine Bindung zum Blog oder zu der Person dahinter hat.
      Genauso ist es! 🙂
      Liebe Grüße Michi

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      1. Wobei ich zugeben muss, dass ich schon da nur Blogs gefolg bin, die halbwegs in meinem Beuteschema lagen. Ich lese gerne Fantasy, Romantasy. Ein reiner Krimiblog hat für mich leider kaum interessantes, außer die Beiträge zwischen den Rezensionen gefallen mir. Alles andere wird nach und nach aussotiert. Und nicht zu vergessen sind dann die, die dich sowieso nach 2 Tagen wieder entfolgen weil es „cooler“ ist wenigen zu folgen während alle „wissen wollen was man so schreibt“… Eigentlich viel Mühe um nichts.

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      2. JAAA. Auch das Follower kaufen, damit man mehr Aufmerksamkeit bekommt. Wo bleibt denn da der Spaß? Ich bin wirklich froh, dass ich mit meinem Blog kein Geld verdienen muss. Ich wäre wohl immer pleite. 🙂

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  4. Hast du sehr schön geschrieben. Und es stimmt. Ich habe nur zwei Blogs verfolgt zu Anfang und wegen diesen beiden habe ich meinen eröffnet und das ohne an Statistik oder so was zu denken und das tue ich immer noch nicht. Ich denke hier bei nur an mich und an niemand anderen… so ist es schön…

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  5. Wow, du sprichst mir aus der Seele. Erst letzte Woche hatte ich die gleiche Diskussion in meinem Kopf. Ich habe sehr mit mir gehadert, ob ich mit meinem Blog von Blogger zu WordPress umziehen sollte. Denn über GFC hab/hatte ich über 780 Follower. ABER ich hatte kaum Interaktion und mir machte das bloggen kaum noch Spaß. Bei WordPress fühle ich mich wohl. Auch wenn ich fast wieder bei Null anfange. Ich hatte auch Angst, dass die Verlage dann nicht mehr mit mir zusammenarbeiten möchten. Ich habe mich trotzdem für den Wechsel entschieden eben weil ICH wieder Spaß am Bloggen und am Lesen haben will. Und Genau deswegen ist mir momentan meine Zahl egal. Ich will Austausch und Freude auf meinem Blog ❤️

    Ein echt toller Beitrag, den ich gerne mal teile
    😊

    Liebste Grüße
    Sonja

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    1. Hallo Sonja,
      trotz Zweifel ist es schön, dass du den Schritt gewagt hast! Ich schau nachher mal gleich auf deinem Blog vorbei. Und von ganz null stimmt denke ich so nicht – wenn Lesern gefällt was du machst, dann ist ihnen egal, wo du bloggst. Geht mir zumindest so. 🙂 Ich wünsch dir ganz viel Spaß und vielen lieben Dank fürs Teilen! ❤
      Liebe Grüße Michi

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    1. Hallo Michi,
      Ich kann dir nur voll und ganz zustimmen. Man sollte primär immer für sich bloggen und nicht für andere, doch genau das scheinen einige zu vergessen… Dabei macht gerade das einen guten Blog aus – Spaß an der Sache haben.

      Ich muss gestehen, ich gucke mir schon gerne die Bilder und Zahlen anderer Leute an. Klar, bin ich auch neidisch, keine Frage. Aber solange es nicht überhand nimmt, fixt es noch zT sogar an, mich weiterzuentwickeln und neue Ideen und Anregungen zu finden. Das Schlimmste für mich ist eigentlich Stagnation. Keinen Unterschied zu merken und sich eben nicht weiterzuentwickeln. Und dabei helfen mir vor allem auch andere, zu verstehen wieso ich mit gewissen Dingen vielleicht unzufrieden bin – wie zb den Fotos oä…. dementsprechend ist ein gewisser Vergleich wohl gut, es sollte nur nicht überhöht werden, denn dann kann es schnell ins Negative umschlagen.

      Hast du sehr gut geschrieben, danke dafür 🦊

      Liebe Grüße,
      Anna

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      1. Liebe Anna,
        genau so ist es! ❤
        Das stimmt, in Maßen ist es wirklich vom Vorteil, auch, weil man sich durch das Vergleichen mit anderen Blogs Inspirationen holen kann, in welche Richtung der eigene Blog sich entwickeln soll. Es wird allerdings wirklich frustrierend wenn man merkt, dass man sich kaum entwickelt. Gerade dann scheinen alle anderen einen Boom zu haben.
        Vielen lieben Dank dir fürs Lesen und für deine Meinung ❤
        Liebe Grüße Michi

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  6. Hallo 🙂

    also mein größtes Problem mit der Buchbloggerszene ist, dass mich das meiste nicht mehr interessiert. Alle schreiben über die gleichen Jugend-Fantasy-Bücher, bei denen man schon beim drittel Mal keine Lust mehr hat die Rezension zu lesen oder überhaupt noch etwas zu kommentieren. Dazu gesellen sich dann gruselige Designs, die dann auch noch alle gleich aussehen und manchmal von der User Experience wirklich wirklich schlimm sind. Neuerdings achte ich auch auf Impressum- und Datenschutzangaben, aber davon scheint kaum ein Buch-Blogger etwas zu halten.

    Klar, es ist Hobby und Leidenschaft, aber ich -als Leser- fühle mich von vielem auch einfach nicht mehr angesprochen. Von Neid und co bekomme ich zum Glück nichts mit, aber ich vergleiche mich auch ehrlich gesagt nicht mit anderen.

    Ich gucke manchmal bei solchen Likerunden, ob ein Blog dabei ist, den ich noch nicht kenne und der mir gefällt. Wenn man einfach stumpf allen folgt, damit sie einem zurückfolgen, ist man ja irgendwie selbst schuld. Aber da ist halt auch einfach jeder für sich selbst verantwortlich 😉

    Liebe Grüße
    Meiky

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    1. Hallo Meiky,
      das sind nur ein paar von den Problemen, die mir ebenfalls aufgefallen sind beim Durchstöbern von neuen Blogs. Ganz schlimm wird es bei glitzernden Coursern. 😀
      Ich sehe das ganz ähnlich, dass man sich eine gewisse Qualität erhalten sollte, auch wenn es ein Hobby ist. Und zu der Sache mit den Likerunden: In einem anderen Kommentar hat schon jemand erwähnt, dass so Likerunden am Anfang für einen ganz schön sind, um etwas Aufmerksamkeit für seinen Blog zu schaffen, aber oft sind es wie schon gesagt einfach Follower ohne Substanz, da sie nicht mit einem interagieren. 🙂
      Liebe Grüße Michi

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  7. Hallo Michi,

    wow, das hast du toll geschrieben. Ich sehe es genau so. Habe aufgehört mit dem Bloggen, als ich keine Zeit mehr hatte, allen Vorgaben gerecht zu werden.
    „Warum hast du denn deinen Monatsrückblick noch nicht gepostet? Es ist doch schon der 1.“ – Solche Fragen haben mich demotiviert, sodass ich aufgegeben habe, was ich geliebt habe.
    Jetzt möchte ich wieder anfangen, aber nur in dem Maße, wie ich es möchte.
    Ich finds super, dass mal jemand ausspricht, was hier Sache ist.
    Danke!
    LG Vivi

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    1. Hallo Vivi,
      oh nein, das tut mir leid, dass du deswegen sogar aufgehört hast zu bloggen. 😦 Obwohl es dir dadurch vermutlich erst mal besser ging oder? Das merke ich zumindest immer, wenn ich mal eine Blogpause einlege, wenn einfach alles zu stressig wird.
      Ich drück dir die Daumen, für deinen neuen Blog! 🙂
      Vielen lieben Dank fürs Lesen und für deine Meinung!
      Liebe Grüße Michi

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      1. Letztendlich war es auch eine Sache der Zeit… Ich hatte meine Ausbildung angefangen und das wurde mir auch alles zu stressig. Aber wenn man nach Hause kommt, und direkt die Kommentare liest „warum has du dies/das nicht gemacht“, „wo bleibt dein Post dazu“, dann hat man sowieso keine Lust mehr..

        Ich mache jetzt mit dem alten Blog weiter, und zwar genau da, wo ich aufgehört habe. Aber ich lasse mich zu nichts mehr zwingen und das wichtigste: ich zwinge mich selber nicht mehr.

        LG 🙂

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  8. Hallo Michi,
    dein Post ist so wunderbar ehrlich!

    Ich denke, Neid an sich ist gar nichts Schlimmes. Eine gesunde Portion davon kann einem dabei helfen, besser zu werden und neue Ideen zu finden. Nur überhand nehmen oder gar in Missgunst umschlagen sollte er nicht.

    Manchmal hab ich das Gefühl, dass es Buchblogger vor einigen Jahren, als sie z.B. von Verlagen und Presse noch nicht so ernst genommen wurden, leichter hatten als heute. Heute werden zwar aus allen Ecken Rezensionsexemplare und Bloggeraktionen geworfen und kein großer Verlag kommt ohne Blogger Relations aus, aber macht es das so viel besser? Sicher fühlt es sich gut an, nicht mehr belächelt zu werden, wenn man von seinem Blog spricht, aber durch diese Entwicklung sind auch die Ansprüche deutlich gestiegen.
    Ich glaube, heute hat man es als Blogger einfach deutlich schwerer, bemerkt zu werden in all der Fülle von neuen Blogs. Konkurrenzdruck, ein ständiger Ruf nach steigender Professionalität und Neid machen es da ganz bestimmt nicht einfacher …

    In dieser veränderten Bloggerwelt finde ich es super, wenn jemand offen und ehrlich sagt: Klar bin ich manchmal neidisch auf andere. Aber so what? Ist doch nicht schlimm. Lasst euch nicht stressen.
    Solche Botschaften werden (leider) viel zu oft vergessen. Auch wenn sie SO wahr sind!

    Liebe Grüße
    Sarah

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    1. Vor allem sollte das Motto lauten ‚halte durch‘. Diese Blogschwemme gab es schon in meinen Anfängen und danach immer mal wieder. Durchgehalten haben die wenigsten und spätestens dann wetden Verlage auf dich aufmerksam.
      Nur nicht stressen lassen, dass muss die Devise sein!

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    2. Liebe Sarah,
      vielen lieben Dank, auch fürs Lesen und deine Meinung!
      Das hast du selber sehr schön und vor allem ehrlich formuliert und ich kann dir nur zustimmen. Ein gewisses Maß an Neid ist manchmal ganz gut und bringt einen voran, tritt man selber auf der Stelle schlägt es aber relativ schnell in Missgunst um.
      Die Entwicklung ist mir auch schon aufgefallen und auch wenn es toll ist, wird es dadurch nicht einfacher – wie du schon sagst.
      Liebe Grüße Michi

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  9. Ich schiele auch nach anderen Blogs, ohne Frage. Aber neidisch bin ich nicht. Hobby ist Hobby, Influencer ist Influencer. Jeder muss selber entscheiden was er macht bzw. machen und erreichen will.
    Zur ‚Blogschwemme‘ kann ich nur sagen, dass das in unregelmäßigen Abständen immer wieder vorkommt. Ist mir aber offen gestanden auch egal. Ich halte mich da weitgehend raus.

    Trotzdem hat dein Artikel viel Wahres – leider.
    Was mir im übrigen gehörig auf die Nerven geht ist die Debatte, dass man als Blogger (von anderen Bloggern) geradezu dazu genötigt wird, dass man alles monetarisieren muss. Wozu bitte? Auch das sollte jeder für sich entscheiden, und zwar ohne sich unter Druck gesetzt zu fühlen…
    Na egal, ich geh jetzt chillen 😉
    Liebe Grüße

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    1. Vielen Dank fürs Lesen und für deine Meinung!
      Wie lange bloggst du denn schon? Deine Haltung finde ich auf jeden Fall bewundernswert, vielleicht komme ich ja auch mal dahin. 🙂
      Das habe ich noch gar nicht so deutlich mitbekommen, aber sehe es genauso wie du. Für viele ist es einfach ein Hobby dem sie nachgehen und es muss nicht zwangsläufig monetarisiert werden. Wenn man das jedoch möchte ist das vollkommen ok. Aber wie du schon sagst, sollte das jedem selbst überlassen sein.
      Ich wünsch dir ein entspanntes Wochenende! 😉
      Liebe Grüße Michi

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      1. Hallo Michi! Da müsste ich doch glatt erstmal rechnen 😇 Es sind ziemlich genau 6,5Jahre. Die Hälfte davon hab ich mir um alles mögliche Gedanken gemacht, aber mittlerweile mache ich nur noch was mit gefällt 😉 Da ich schon älter bin als der Durchschnittsblogger, habe ich mich gleichzeitig mit Familie, Haus und Arbeit rumzuschlagen, da kann ich das Bloggen nur als Hobby betreiben… Mag aber auch gut sein, dass meine recht gelassene Einstellung ebenfalls am Alter liegt. Wer weiß.
        Ich wünsche Dir auch ein schönes Wochenende und lass dich nicht stressen 👌
        Viele Grüße
        Tanja

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  10. Liebe Michi,

    du sprichst mal wieder wahres aus! Ich sehe dazu in letzten Zeit so viele Artikel bei anderen, da scheint so viel Frust zu herrschen! Warum haben wir nicht alle viel mehr Spaß mit unseren Blogs? Es geht doch um die Interaktion und eben nicht um reine Likes oder Followerzahlen… Natürlich freut einen das, wenn man an hohen Zugriffszahlen sieht, dass ein Artikel wirklich gut ankommt. Aber man sollte deshalb nicht nur noch auf die Zahlen schielen und sich selbst verleugnen. Sondern das machen, was einem wichtig ist und entweder sehen das andere auch so oder eben nicht…
    VG Jennifer

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  11. Hallo Michi,

    ein ganz toller Beitrag zum Thema! Ich habe auch das Gefühl, dass momentan ein massiver Umschwung unter den Bloggern umgeht und es immer mehr um Zahlen und „gutes Darstehen“ geht.

    Dann geht es im Kopf nur noch um Zahlen, perfekte Überschriften und möglichst viele Beiträge im Monat.
    Aber ist es das Wert? Nachdem ich mich einige Monate total abgehetzt habe, stellte ich mir genau diese Frage. Warum mache ich das eigentlich? Brauche ich wirklich mehr Klicks? Da ich zu einem Nischen-Thema blogge sind meine Zahlen sowieso nicht vergleichbar und das Letzte, auf das ich schauen sollte.

    So bin ich momentan am Umdenken und hetzte mich nicht von einem Blogbeitrag zum nächsten, sondern genieße es lieber, mich mit anderen Bloggern zum Thema zu unterhalten, Bücher zu lesen oder zu zeichnen. Dann kommen auch die schönen Ideen, die man unbedingt mit anderen teilen möchte. Dann entstehen Diskussionen zu dem gerade gelesen Buch und man kann auf das eingehen, was eine wirklich bewegt und was Spaß macht.

    Ich wünsche ganz viel Kreativität und Spaß beim Bloggen

    Moony

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  12. Liebe Michi,
    ein richtig toller Beitrag ❤
    Werde ihn gleich mal rebloggen.

    Irgendwann kam der Moment, in dem ich gecheckt habe, dass Zahlen nichts über mich und mein Bloggen aussagen. Daraufhin habe ich die Funktion der Klickzahlen als Widget und den WP Folgebutton mit Zahl ausgestellt. Ich weiß momentan nicht, wie viele Leute mir bei WP folgen, oder wie viele Klicks mein Blog in der gesamten Zeit bekam. Ich mache mir lieber Gedanken darüber, worüber ich als nächstes Schreiben, was ich als nächstes lesen und wann ich auf anderen Blogs stöbern könnte. Seit dem ich das so handhabe und auch Social Media mal Social Media lassen kann, ohne ein schlechtes Gewissen oder so zu haben, fühle ich mich befreit.
    Ich mache das, worauf ich Lust habe, zu dem Zeitpunkt, an dem es mir passt.

    Und ja, jeder ist selber für seine Reichweite verantwortlich. Sinkt oder stagniert sie hat das nichts mit der Einschränkung von FB und Co. zu tun.

    Liebe Grüße,
    Nicci

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  13. Hat dies auf Trallafittibooks rebloggt und kommentierte:
    „Ich lese, weil ich es liebe. Und genau aus diesem Grund blogge ich auch über Bücher. Genau deshalb stecke ich auch viel mehr Kraft und Mühe in meinen Blog, als in meine Social Media Kanäle. Ich weiß sie sind wichtig – aber so what? Prioritäten liegen immer da, wo man sie sich selber setzt.“

    Ein toller Beitrag zu einem sehr aktuellen Thema.

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  14. Hallo Michi,

    ein wirklich toller Beitrag! Ich bin erst seit Anfang des Jahres dabei und fühl mich manchmal von den Verlagen schon unter Druck. Sonst macht mir das gar nicht so viel aus, weil es mir eben Spaß macht.
    Aber gerade letzte Woche hatte ich bei einem Verlag ein Buch angefragt und zur Antwort kam, dass sie meine Rezensionen toll finden und ich mich wieder melden soll, wenn ich mehr Follower habe. ._. Da muss ich dann schon schlucken. Und dann bin ich auch froh, dass es so was wie das Bloggerportal gibt, wo man keine 500 Follower braucht.

    Liebe Grüße
    Lilly erdbeertörtchen

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    1. Hallo Lilly 🙂
      Ja so Situationen hatte ich auch schon und es zieht einen am Anfang total runter. Irgendwann wird es aber besser. 🙂 Wenn du magst schau mal bei meinem Buchblogger 1×1 vorbei, da gibt es noch ein paar Plattformen, wo du Rezensionsexemplare ohne große Reichweite anfragen kannst. 🙂
      Ganz liebe Grüße
      Michi

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  15. Ein wirklich toller Beitrag! Ich glaube aber auch, dass im Moment viele Blogs neu entstehen, da sich immer mehr junge Leute fürs Lesen interessieren. Natürlich gibt es auch einige, die nur wegen den gratis Rezensionsexemplaren beginnen, aber der Großteil macht es doch nur aus Spaß. Mich hat ein schlechtes Buch zum bloggen gebracht, ich musste meinen Frust irgendwo rauslassen, da bietet sich ein Blog mit gleich Gesinnten an 😀
    Ich merke auch sehr auf Instagram, dass es immer mehr um Zahlen geht. Klar freue ich mich, wenn viele Leute meine Rezension lesen, aber ich freue mich noch mehr, wenn jetzt z.B. nur 10 einen Beitrag lesen und 4 davon kommentieren. Bloggen sollte man machen, weil es einem Freude macht, ich habe ziemlich Freude daran, meine Meinung zu teilen, daher besteht der Großteil meines Inhalts aus Rezensionen, einfach, weil ich diese am liebsten schreibe. Aber zurück zu Insta, jeder will 15346 Follower und genauso viele Likes, irgendwie schwingt das auch auf Blogger um. Neid ist völlig ok, aber wenn man nun jeden Tag einen Beitrag mit wenig Inhalt postet, nur um irgendwas zu posten, finde ich sollte man es gleich lassen.
    Ach, da könnte ich ewig drüber reden ^-^
    Auf jeden Fall ist dein Beitrag sehr toll ♥

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    1. Vielen lieben Dank, auch für deine Meinung! ❤
      Ein super Grund mit dem Bloggen anzufangen, aber das habe ich bis jetzt tatsächlich noch nie gehört 😀 Ja ich finde auch, weniger Zugriffe, aber mehr Interaktion macht viel mehr Spaß als umgekehrt. Und den Eindruck mit Instagram habe ich auch. Es ist, als würden Bücherblogs immer mehr in Richtung vom Verhalten von Lifestyle Bloggern abrutschen oder?
      Liebe Grüße Michi

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      1. Das Lustige ist, dass ich zu diesem Buch tatsächlich keine Rezension geschrieben habe, obwohl ich deswegen meinen Blog gegründet habe 😂
        Ja, alles muss schön und perfekt sein und man muss ständig etwas posten, keine Ahnung, wie es vor ein paar Jahren war, aber irgendwie sollte sich doch was ändern

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  16. Liebe Michi,

    ein wunderbarer Beitrag, vielen Dank dafür! ❤ Ich lese deinen Blog unheimlich gerne und zwar weil er mir gefällt und du interessante Beiträge schreibst. Da ist und bleibt es doch vollkommen egal, wie viele Follower man hat oder nicht hat. Ich kann dir nur recht geben. Manchmal ist es einfach besser alles zu schließen und in Ruhe zu lesen! Deswegen sind wir doch hier, oder? Um uns über Bücher auszutauschen und nicht über Zahlen.

    Liebe Grüße
    Ella

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    1. Vielen lieben Dank fürs Lesen und für deine Meinung Ella! Ich freu mich riesig, dass dir mein Blog so gut gefällt 🙂 ❤ Genau, wir sind schließlich keine Bänker. Hat schon einen Grund, warum ich Mathe blöd fand in der Schule… 😉
      Liebe Grüße Michi

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  17. Dir ist hier ein einfühlsamer Beitrag gelungen, der deine ehrliche Meinung widerspiegelt und dabei das Thema ganz wunderbar trifft. Auch ich bekomme nicht viel von dem Konkurrenzkampf mit, doch kenne ich das Gefühl sehr gut, sich mit seinem Blog klein und unbedeutend zu fühlen.
    Womöglich ist es sogar so, jedoch sollte uns das nicht aus der Ruhe bringen lassen. Wenn du gut bist, zeige es und irgendwann merken es auch die LeserInnen. Bleib du selbst, tu was du liebst und du hast gewonnen. So versuche ich es zu halten und mit Ausnahme von wenigen Ausreißern, schaffe ich es mittlerweile auch.

    Vielen Dank für den schönen Text und liebe Grüße,
    Sandra

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  18. Sehr schöner Post. In der Anfangszeit habe ich mir auch viele Sorgen darüber gemacht, zwischen den anderen unterzugehen und wenn es mal eine Zeit lang weniger Klicks waren oder Follower verschwunden sind, habe ich mich direkt gefragt, ob ich etwas falsch gemacht habe. Das hat aber glücklicherweise nicht lange gehalten und mittlerweile weiß ich nicht mal mehr, wie viele Follower ich etwa habe. Ich blogge einfach vor mich hin, freue mich über Austausch und die Statistiken sind mir ziemlich egal. So lebt es sich eindeutig viel entspannter 🙂

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    1. Dankeschön! 🙂 Ganz egal ist es mir nicht, denn ich finde anhand der Zahlen kann man manchmal auch ganz gut sehen, welche Beiträge Leser mehr interessieren als andere. Aber es stimmt – es ist wesentlich entspannter! 🙂 Lieben Dank für deine Meinung! Viele Grüße Michi

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  19. Ein Beitrag, welcher all das Zusammenfasst, was ich im letzten halben Jahr erleben durfte. Ich betreibe meinen Blog ja nur aus Freude und natürlich erfreue ich mich an Erfolgen, aber Neid ist kein Erfolg.

    Tolles Blogdesign, super Beitrag + tolle Schreibweise ➡ ich bleib als Leser.

    Liebe Grüsse und schönen Sonntag

    Josia

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  20. Hey Michi,
    vielen Dank für deinen Beitrag.

    Ich bin jemand, ich freue mich über jeden einzelnen Follower. Der von alleine kommt. Es ist für mich eine Bestätigung, dass ich das, was ich schreibe, gelesen werden mag. Deswegen macht es mich auch immer unendlich traurig, wenn die Followerzahl wieder weniger wird. Sei es GFC, Twitter, Instagram – what ever! Wenn es einen nicht interessiert, dann braucht man nicht zu folgen. Punkt!
    Leider ist es mir auch bei Bloggern aufgefallen, die sagen, dass es sie selber nervt. Den einen Tag sind sie da und man selbst freut sich einen Keks. Und ein paar Tage später sind sie dann wieder verschwunden. Ohne ein Wort zu sagen. Ich mach mir dann immer selber einen Kopf, ob ich irgendwas falsch gemacht habe. Meine Beiträge sind ja schon vorm Folgen sichtbar gewesen. Man weiß also worauf man sich einlässt.

    Es ist nicht so, dass mich das stresst. Aber wie gesagt, für mich sind Follower (die von alleine kommen!!!) wichtig und einfach eine Bestätigung.

    Interaktion ist ja schön und gut. Aber ich habe lieber ehrliche Follower, die bleiben. Als einen, vielleicht nett gemeinten, Kommentar von einem Menschen, der sowieso nie wieder kommt.

    Ich finde man kann das alles von zwei Seiten sehen und jedem ist was anderes wichtig. Man kann mich gerne dafür steinigen. 😀

    Ich wünsche dir einen tollen Restsonntag.

    Ganz lieben Gruß
    Steffi

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  21. Hey Michi, ganz ganz toller Beitrag! 🙂
    Ich weiß genau was du meinst. Besonders ich als kleiner Blog kann das oben geschrieben nach fühlen. Man darf nie vergessen das es bei allem hier um unsere Liebe zum Buch geht. ❤
    Ich wünsch dir noch nen tollen Tag.

    Liebe Grüße,
    Andy

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  22. Hey 🙂

    Ich bin grad dank Niccis Teilen auf ihrem Blog auf deinem Beitrag gelandet. Und das ist auch der Weg, den ich persönlich viel mehr mag als den, den du beschrieben hast. Dieses gegenseitige Liken ist doch nichts anderes als das Schönfärben von Zahlen. Dass es danach aussieht, dass der Beitrag gefragt ist, dass ein Blog viele Leser hat, was auch immer. Es ist aber letzten Endes nichts anderes, als sich in die eigene Tasche zu lügen. Sich vorzugaukeln, man ist erfolgreich.

    Das meiner Meinung nach größte Problem sehe ich hier darin, wie „Erfolg“ definiert wird. Bin ich erfolgreich, weil mir die Verlage wöchentlich neue Rezi-Ex zu schicken? Bin ich erfolgreich, weil ich tausende Follower habe? Wenn man die „klassischen“ Erfolgsfaktoren (die man gerade bei Social Media übrigens sehr leicht fälschen kann) anlegt, bin ich es wohl nicht. Trotzdem bin ich zufrieden mit dem, was ich habe.

    Ich habe einige Leser gefunden, die regelmäßig bei mir vorbeischauen und dann und wann auch einen Kommentar dalassen. Mal gibt es einen Austausch, mal weniger. Trotzdem denke ich, dass mein Geschreibsel eine kleine Zahl von Menschen wirklich interessiert – und das ist für mich alles, was zählt. Ich sage immer: Lieber 30 Leser, die wertschätzen, was man tut, als 3000 stille Leser, von denen man nie etwas hört 🙂 …

    Liebe Grüße
    Ascari

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  23. Liebe Michi,
    gerade bin ich auf Deinen Beitrag aufmerksam geworden und kann Dir nur voll und ganz recht geben!
    Vielen Dank für Deinen Beitrag, es ist glaub ich gut immer wieder mal genau daran erinnert zu werden. 🙂

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  24. Hi!
    Ich bin durch Nicci (Trallafittibooks) auf deinen Beitrag gestoßen.
    Nun, ich blogge seit Herbst 2010 und ich kann dir sagen, dass diese Gefühle dich immer wieder begleiten werden. Tatsächlich poppt das Thema Konkurrenzkampf-/bzw. druck mindestens einmal im Jahr auf. Als „Langzeit-Blogger“ habe ich das also schon ein paar Mal durch.
    Natürlich mache ich mich von Zeit zu Zeit auch ziemlich runter. Es gibt Leute, die bloggen erst seit kurzem und ziehen mit dem Erfolg längst „an mir vorbei“. Ich selbst gehöre nicht zu den „Großen“ und „Begehrten“, aber die Frage ist ja: „Will ich das überhaupt? Will ich den Stress haben, der da mit sich kommt?“ Und es kann stressig werden. Kommt eine Anfrage, folgen drei weitere. Ich habe es selbst erlebt und ich habe es bei Bloggerfreunden gesehen, die zu den „Großen“ gehören. Mit der Größe eines Blogs, steigt der Anspruch an sich selbst. Vor ca. drei- vier Jahren habe ich begonnen, nur noch die Hälfte an Blogbeiträgen im Monat rauszuhauen. Der Leser erwartet Qualität und das dauerhaft. Halte ich es aber im Rahmen und poste nur ein bis zwei Beiträge in der Woche bzw. nur ein Bild pro Tag/alle zwei Tage auf Instagram, steche ich u. Umständen nicht hervor.
    Auf der anderen Seite gibt es aber auch die Blogger, die wie ein Magnet auf andere wirken. Sie machen evtl. nicht zwangsläufig mehr als man selbst, werden aber trotzdem zu einem Publikumsmagneten. Das, und das gebe ich zu, bringt schon eine kleine Spur von Neid bei mir mit sich. Wichtig ist für mich dann, mich darauf zu besinnen, wieso ich blogge. Das sprichst du ja auch an und triffst es ganz gut.
    Ich denke, das ich in all den letzten Jahre immer wieder selbst reflektiere, Ich bin Vollzeit tätig und betreibe meinen Blog als Hobby. Das Lesen ist seit viiiielen Jahren mein Hobby. Und ja, für andere Blogger ist es das nicht weniger.
    Mit Instagram und der Bookstagrammer-Community nimmt das alles nochmal eine ganz andere Geschwindigkeit an. Größer, schöner, besser. Habe ich das Gefühl, das mein Blog verschwindet? Im Moment, leider ja. Aber ich versuche es wieder als Phase zu sehen. Eine Phase, die mein kleiner Blog und ich überstehen werden.

    Dir wünsche ich weiterhin Durchhaltevermögen! Schlussendlich hat jeder Blog, der sich länger als ein paar Monate hält, etwas eigenes zu bieten. Und das ist bei dir und mir auch der Fall. 🙂

    Liebste Grüße,
    Sandy

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  25. Like-Runden und Follower-Kauf??? Oh mein Gott – und ich dachte es ginge nicht noch schlimmer, als die Dinge, über die ich selbst schon gestolpert bin …
    Es wird irgendwie immer verrückter in der Bloggerwelt und das leider nicht im positiven Sinne.

    Aber ein toller Beitrag deinerseits!

    Man sollte sich wieder auf das besinnen, was man mit Eröffnung des Blogs eigentlich bezweckt hat. Ganz egal, welchen Ton ein Rudel andersdenkender Blogger anschlägt!

    Man, man, man, manchmal kann ich wirklich nur den Kopf schütteln …

    Liebe Grüße
    Patricia

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  26. Ich bin zwar keine Buch-Bloggerin, aber als Autorin kenne ich den Social-Media-Druck … wenn ich dann wieder mal verzweifle und denke „Mein Gott, warum sind die Bücher von anderen Autoren so beliebt?“, weiß ich – jetzt ist wieder Mal Zeit für Social-Media-Urlaub. Dann versuche ich, auch wenn es schwierig ist, weniger bis gar nicht auf Facebook & Co. unterwegs zu sein und mich mehr auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren, bis ich wieder auf den Beinen bin und mit Stolz auf das blicken kann, was ich bisher geleistet habe!

    Alles Liebe!

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  27. Du hast sooo recht. Ich verstehe es selber nicht und kann manche Dinge nicht nachvollziehen. Bloggen ist für mich eine Möglichkeit um eine Art Tagebuch zu führen und gleichzeitig mit neuen Menschen in Kontakt zu kommen – leider kommt es kaum noch zu Kontakt. Den Verlauf eines Blogs innerhalb eines Jahres zu sehen ist einfach fastzinirend, da der Blog wie auch der Blogger sich weiter entwickeln. Außerdem finde ich es sehr beruhigend in meiner Arbeitspause oder abends im Bett mir andere Beiträge durchzulesen und diese zu kommentieren, aber auch nach neuen Blogs zu suchen. Viele reden von der rosaroten Bloggerwelt, aber eigentlich ist diese nur eine große Seifenblaße welche nie platzt und ihren wunderschönen Schein bewahrt.

    Liebe Grüße Jasmina

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