#Hörbuchrezension Elefant von Martin Suter

(c) Diogenes
(c) Diogenes

Der Obdachlose Schoch denkt er sieht nicht richtig, als eines Tages plötzlich ein kleiner rosa Elefant vor ihm steht, der auch noch im Dunkeln leuchtet. Ein kleines leuchtendes Wunder. Doch der Elefant ist in Gefahr, denn Genforscher, die das Wundertier gezüchtet haben setzen alles daran es wieder in ihren Besitz zu bringen. Gemeinsam mit einer Tierärztin versucht Schoch den kleinen Elefanten zu retten.

Neugierig? Hier gehts zur Hörprobe!

Auf der LitBlog Convention im Juni in Köln, war ich auf einem Workshop von und mit Martha Schoknecht vom Diogenes Verlag, die mit uns einen Blick hinter die Kulissen der Hörbuchproduktion im Verlag geworfen hat. Die Klangqualität der Hörproben hat mich gleich begeistert und so fragte ich das Hörbuch zu Elefant von Martin Suter an.

Wie schon gesagt ist die Qualität des Hörbuchs ausgesprochen gut. Gerd Heidenreich Stimme ist sehr angenehm und verleiht jedem der Charaktere seine ganz eigene Note. Er schafft es die Geschichte nur über seine Stimme perfekt zu modulieren und erweckt so den kleinen rosa Elefanten und seine Umgebung vor dem inneren Auge zum Leben.

Zum Inhalt kann ich nur sagen: Martin Suter ist ein schreibtechnisches Genie. Die Geschichte findet auf verschiedenen Zeitachsen statt. Auf der einen Seite wird über Schoch in der Gegenwart berichtet und auf der anderen Achse geht es um die Personen und Erzählungen rund um die Entstehung von dem kleinen Elefanten. Irgendwann laufen alle Stränge zusammen und das Ergebnis ist eine strategische Meisterleistung. Über diese einzelnen Stränge hinweg hat sich ein immer größerer Spannungsbogen aufgebaut, der einen an die Geschichte fesselt.

Die einzelnen Charaktere haben die Handlung durch ihre Vielfältigkeit bereichert und interessant gemacht. Was jedoch besonders herausstechend und bezeichnend für mich ist, ist die Detailtreue von Suter. Er schafft es genau die richtige Mischung aus relevanten Informationen zu geben, ohne den Leser komplett zu überfordern.

Es gab zwei Dinge, an die ich mich erst etwas gewöhnen musste beim Lesen. Dadurch, dass die Geschichte sehr gehaltvoll ist, konnte ich sie nicht hören, während ich etwas Anderes mache – dementsprechend hat es etwas gedauert, bis ich das Hörbuch beendet hatte. Zum anderen ist es am Anfang etwas verwirrend mit den vielen unterschiedlichen Figuren, die zum Teil nicht gerade geläufige Namen haben. Aber da gewöhnt man sich zum Glück ziemlich schnell dran.

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Elefant war für mich ein einzigartiges Hörvergnügen. Das Hörbuch überzeugt nicht nur durch seine ausgesprochen gute Qualität und die Stimme von Gert Heidenreich, der die Geschichte zum Leben erweckt, sondern auch von dieser einzigartigen Geschichte, die mich durch Martin Suters Genie einfach nur staunend zurückgelassen hat. Das Buch gehört daher für mich in die Kategorie

Vielen Dank an den Diogenes Verlag für das Rezensionsexemplar!

Hier gehts zum Buch

Eure

unterschrift

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12 Gedanken zu “#Hörbuchrezension Elefant von Martin Suter

  1. Spannende Rezension 🙂
    Ich hab Martin Suter während der Buchmesse gesehen und fand das Buch auch spannend. Allerdings hab ich bisher weniger gute Erfahrungen mit Hörbüchern gemacht. Ich kann sie nur abends zum einschlafen hören, weil ich mich sonst nicht konzentrieren kann – aber da schlafe ich halt immer sofort ein 😀
    Hörst du denn sonst auch viele Hörbücher?
    VG Jennifer

    Gefällt 1 Person

    1. Dankeschön 🙂
      Den möchte ich auch gerne treffen. Ich hoffe er ist auch in Frankfurt. Ich hab die Hörprobe im Beitrag oben verlinkt, hör vielleicht mal rein – die von Diogenes sind klasse. Bei Soundcloud haben die zu jeden Hörbuch eine Hörprobe.
      Ja das Problem kenn ich. Ich hab die letzten Jahre meistens Hörbücher von Büchern gehört, die ich schon kannte und mochte. Wenn ich sie dann nochmal lesen möchte, aber keine Zeit habe, höre ich sie einfach z.B. auf der Autofahrt – da weiß ich ja schon was passiert. Aber manchmal finde ich es wirklich einfach entspannter nichts zu machen und nur dem Sprecher zu lauschen. Obwohl es da sehr große Unterschiede gibt.
      LG Michi

      Gefällt 1 Person

      1. Ich versuchs mal. Bei mir eignet sich für sowas auch meist eher der Winter, wenn die Strickeritis überall ausbricht 😀
        Wobei ich ein Hörbuch ja auch einfach mal in den Park mitnehmen könnte *erleuchtung*
        VG Jennifer

        Gefällt mir

  2. Uuuh das klingt ja total toll! Ich hab es leider immer noch nicht zu einem Hörbuch geschafft, will es aber auch super gerne mal austesten!
    ‚Elefant klingt wirklich super interessant und auch wenn ich schon öfter von diesem Buch gehört habe, hab ich jetzt erst richtig Lust drauf bekommen! Tolle Rezension 💕
    Liebste Grüße

    Gefällt 1 Person

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