Buchblogger 1 x 1: Must haves. Visitenkarten und Redaktionsplan

Nein ein paar Wochen Pause, endlich mal wieder ein neues Buchblogger 1×1! Und da nach der Messe bekanntlich vor der Messe ist, hier schon mal ein Must haves für euren nächsten Messebesuch: Visitenkarten. Außerdem geht es darum, warum ein Redaktionsplan wichtig ist am Anfang und euch hilft, eine Struktur ins Beiträge schreiben zu bekommen. Los gehts!

Here is my Card. Darum sind Visitenkarten wichtig

Visitenkarten können euch in so mancher Hinsicht helfen. Zum einen, könnt ihr sie bei buchigen Veranstaltungen, wie der Buchmesse, auf der anderen Seite eures Pressetickets an einem Badge anbringen. Dadurch habt ihr automatisch eine Art „Namensschild“ um. Der Vorteil ist, dass viele vielleicht euren Blognamen erkennen werden, das Gesicht dahinter aber nicht. So kann man Blogger leichter zuordnen.

Außerdem könnt ihr Visitenkarten mit anderen Austauschen und lernt so neue Blogs kennen, bzw. andere euren Blog. Ich mache es gerne, dass ich mir im Nachhinein die Blogs einmal anschaue und auch bei denen, die mir wirklich gut gefallen, als Leserin dableibe.

Ein letzter Grund, warum man Visitenkarten haben sollte: die Verbindung mit Verlagen. Zum einen könnt ihr eure Visitenkarten auf der Messe bei den entsprechenden Personen abgeben, damit sie euch anschließend in ihren Blogverteiler eintragen können. Zum anderen könnt ihr eure Visitenkarten bei Terminen abgeben, damit euch die Presseleute eurem Blog zuordnen und euch Rezensionsexemplare vormerken können. Worum es bei so Terminen geht und wie man Verlagsleute am besten darauf anspricht erfahrt ihr im Übrigen im nächsten 1×1.

(Design-)Tipps für die Erstellung eure Visitenkarten

  • Auf jeden Fall sollten Blogname, Blog URL, Vor- & Nachname, E-Mail Adresse und sofern vorhanden eure Social Media Adressen vorhanden sein. Wenn ihr sehr viele Social Media Accounts habt, beschränkt euch auf die zwei bis drei stärksten, die ihr führt.
  • Auch auf der Visitenkarte sollte euer Wiedererkennungswert nicht verloren gehen. Versucht das Design an euren Blog anzupassen, indem ihr beispielsweise den Header verwendet. Allerdings gilt auch hier: lasst es nicht zu bunt werden! Denn…
  • Professionelles Auftreten ist Trumpf! Das gilt vor allem auch für eure Visitenkarten, da sie auf persönlicher Ebene häufig der bekannte erste Eindruck sein können. Daher gestaltet eure Visitenkarten nicht zu bunt oder quietischig und überladet sie nicht im Informationen. Versucht eher so genannten „White Space“ zu lassen, also Platz, an dem einfach nichts steht. Manchmal ist weniger eben mehr. Das bietet im Übrigen auch die Möglichkeit, dass man sich ein paar Stichworte zu der Person aufschreiben kann, mit der man sich unterhalten hat, damit man die Karte im Nachhinein noch zuordnen kann.
  • Ebenfalls gut für eine Zuordnung im Nachhinein ist, wenn ihr ein Bild von euch mit auf eurer Visitenkarte einarbeitet.
  • Ihr könnt Visitenkarten ganz einfach und relativ günstig bei Online-Druckerein wie Vistaprint bestellen. Wichtig ist dabei, dass ihr genug Zeit einplant, damit die Karten rechtzeitig ankommen. ABER: Wenn ihr auf solchen Seiten druckt, nehmt bitte keines von den vorgefertigten Designs. Dabei fehlt am Ende komplett euer Wiedererkennungswert und fünf andere werden vermutlich ebenfalls mit demselben Design durch die Gegend laufen.

Ordnung muss sein: der Redaktionsplan

Vor allem am Anfang kann es hilfreich sein, sich einen Redaktionsplan anzulegen, um in eine Routine für seinen Blog zu kommen. Euer Redaktionsplan kann ein unveröffentlichter Beitrag auf eurem Blog sein, ein Eintrag in eurem Bullet Journal oder ganz professionel: eine Excel Tabelle. Haltet es am besten so fest, wie es für euch am besten geeignet ist und findet so heraus, wie viel Zeit ihr in der Woche oder im Monat habt, um Inhalte und Bilder für euren Blog vorzubereiten.

Ich mache mir beispielsweise immer einen ungefähren Plan, was ich die Woche veröffentlichen möchte, plane aber ein oder zwei Beiträge, die keinen zeitlichen Rahmen haben, sodass ich auch etwas veröffentlichen kann, wenn spontan etwas dazwischen kommt. In einer Monatlichen Übersicht in meinem Bullet Journal halte ich dann die Beiträge jeweils fest und in der Wochenübersicht, wann ich was erledigen muss. Meistens versuche ich am Wochenende schon Beiträge und Bilder für die nächste Woche vorzubereiten.

Tipps für euren Redaktionsplan

  • Haltet fest, wann ihr was, wo veröffentlichen wollt. Soll der Beitrag nur auf eurem Blog erscheinen oder auch auf Social Media? Ist es eine Rezension und muss noch auf anderen Plattformen geteilt werden?
  • Der Redaktionsplan ist nicht in Stein gemeißelt, sondern kann euch auch nur als Richtwert dienen. Überladet euch aber nicht gleich mit Arbeit, sondern tastet euch an das Pensum heran, was für euch am besten geeignet ist.
  • Fertigt, wenn ihr gerade einmal Zeit überhabt, Beiträge im Backlog an. Also Beiträge, die ihr posten könnt, wenn ihr gerade nichts anderes habt, was während einer Leseflaute der Fall sein kann. Backlog Beiträge sind im besten Fall zeitlos, also Rezensionen, von euren Lieblingsbüchern oder Auflistungen oder ein Testbericht von eurem E-Reader…die Möglichkeiten sind endlos. Ihr solltet nur nichts nehmen, was gerade ein aktuelles Geschehen ist und dann keinen Bezug mehr hat, wenn ihr es irgendwann postet. Z.B. eine aktuelle Diskussion kann sich in zwei Monaten schon wieder erledigt haben.
  • Plant Freiräume ein, dass ihr auch spontan etwas zwischendurch veröffentlichen könnt.
  • Und plant vor allen Dingen realistisch mit einem Zeitpuffer für Beiträge, die eine Deadline haben, z.B. eine Rezension zu Vorableseexemplaren. Es kann immer mal etwas dazwischenkommen, wodurch ihr keine Zeit für euren Blog habt. So geratet ihr nicht in die Bredouille.
Redaktionsplan
Ein Beispiel für einen Redaktionsplan. Hier findet ihr die Anleitung.

Wenn ihr noch Fragen habt oder Anregungen für 1×1 Themen schreibt sie, wie immer, gerne in die Kommentare. Ich hoffe, ich konnte euch mit den Beiträgen etwas weiterhelfen. Wie schon gesagt, geht es beim nächsten Mal um die Terminabsprache mit Verlagen auf den Buchmessen. 🙂

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Eure

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18 Gedanken zu “Buchblogger 1 x 1: Must haves. Visitenkarten und Redaktionsplan

  1. Ein sehr ausführlicher, sehr hilfreicher Beitrag. 🙂
    Was du zu den Visitenkarten schreibst, ist mir auf der Frankfurter Buchmesse auch schon aufgefallen. Es war mein erster Besuch dort, seit ich meinen Blog habe – und ich war erstaunt, wie viele meiner (selbstgemachten) Visitenkarten ich losgeworden bin. ^^
    Liebe Grüße,
    Anna

    Gefällt 1 Person

  2. Wirklich tolle Tipps! Freue mich schon auf alles, was noch folgt.
    Mir gefällt, dass du nicht einfach bloß Tipps runter tippst, sondern auch begründest, warum die Einhaltung der Tipps Sinn macht. Ich persönlich nehme Tipps dann immer viel lieber an, wenn ich weiß, warum überhaupt. 😉

    Ich verlinke hier auch einfach mal meine zweite Webseite, falls jemand die Gestaltung seiner Visitenkarten in professionelle Hände abgeben möchte: http://www.kaethes-karten.de

    Hab noch eine schöne Woche!

    Gefällt 1 Person

  3. Hi!
    Ein toller Beitrag und sehr hilfreiche Tipps!
    Das mit den Visitenkarten kenne ich nur zu gut und habe mir nach einem halben Jahr Blogexistenz bereits Visitenkarten gemacht.
    Das mit dem Plan schaffe ich leide nie so richtig, es ähnelt bei mir eher einer To-Do-Liste und ich versuche es irgendwie in den Alltag reinzukriegen. 😀

    Viele liebe Grüße,
    Ani!

    Gefällt 1 Person

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