#Rezension Sternenscherben von Teresa Kuba

(c) Drachenmond Verlag
(c) Drachenmond Verlag

Mein Name ist Nora Stars und ich gehöre zur Elite des perfekten Systems. Unter meiner Haut sitzt ein Chip, der verhindert, dass ich eine der letzten Städte der Erde verlasse, denn außerhalb leben die Outsider. Wertlose Menschen, die ohne den Schutz der Stadt wahnsinnig wurden.
Ausgebildet zur Kämpferin, werde ich alles für das System tun. Aber ich bin anders, denn mein Haar ist nicht blond wie das der meisten Privilegierten, es ist pechschwarz. Und obwohl alle meine Erinnerungen vor meinem 18. Lebensjahr gelöscht wurden, erscheinen in meinen Träumen Bilder aus einem längst vergangenen Leben – einem Leben außerhalb der Stadt. (Quelle: Drachenmond Verlag)

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Erst einmal vielen Dank an Teresa Kuba für das Rezensionsexemplar! Ich hab mich sehr gefreut, als sie gefragt hat, ob ich Sternenscherben vorab lesen wolle. Schon ihr Selfpublishing Buch Ich bin nicht verrückt sagt mein Einhorn fand ich klasse. Also sagte ich zu. 

Ich bin ein Fan von Dystopien, die mehr als nur der typische Aufstand gegen das Regime sind. Und bei Sternenscherben erwartet einen eine sehr interessante und überraschende Thematik, die sich im Laufe der Geschichte entwickelt. Auch wenn es am Anfang wie eine Mischung aus Delirium und die Bestimmung wirkt, geht die eigentliche Geschichte weit darüber hinaus.

Denn nicht nur ihr Schreibstil und ihre sehr bildhaften Beschreibungen erschaffen eine sehr atmosphärische Geschichte, sondern auch der Inhalt an sich. Es wird nicht davor gescheut auch mal unschöne Darstellungen zu beschreiben, verkörpert aber dadurch sehr gut den Charakter der Gesellschaft. Ich finde es interessant, wie Teresa die gesellschaftlichen Ströme und Entwicklungen aufgefasst und umgesetzt hat. Schließlich ist die Gesellschaft ein ganz enormer Teil von Dystopien. Als die Thematik allerdings richtig interessant wird und die Handlung rasant an Fahrt und Spannung aufnimmt, ist die Geschichte leider schon sehr weit fortgeschritten. Die Geschehnisse davor fand ich zwar auch interessant, aber diese Aspekte im letzten Drittel haben es mir wirklich angetan. Darüber hätte ich definitiv noch gerne mehr erfahren und mir gewünscht, dass die Thematik einen Schwerpunkt im Buch ausmacht. Worum genau es geht? Da müsst ihr euch überraschen lassen, das würde an dieser Stelle zu viel spoilern. Ich bin in jedem Fall am Anfang bei weitem nicht darauf gekommen. Also Teresa – wie kommst du bloß auf diese Ideen?

Nora ist eine interessante Person, die eine starke Persönlichkeitsentwicklung durchmacht, die ihrem Charakter enorm zugute kommt. Am Anfang war sie mir häufig zu passiv und hat Dinge zu wenig hinterfragt, was sich aber gleichzeitig zur Geschichte entwickelt. Die spätere Nora gefällt mir wesentlich besser – mit ihr konnte ich mich auch beim Lesen identifizieren. Der männliche Protagonist Darian ist einem trotz seiner Eigenart direkt sympathisch. Ihn umgibt etwas sehr mysteriöses, das man unbedingt gemeinsam mit Nora erkunden möchte. Leider muss ich sagen ist Darian etwas unscheinbar geblieben, wodurch auch die Liebesgeschichte etwas untergegangen ist. Bei mir ist hier der Funke leider nicht übergesprungen.

Nicht, dass ihr einen falschen Eindruck bekommt. Ich mochte das Buch gerne. Es ist fesselnd und spannend geschrieben, weil man unbedingt alle seine Geheimnisse erkunden und herausfinden möchte, weil man bis zur Auflösung einfach nicht schlau aus den verstreuten „Brotkrumen“ wird. Allein den Inhalt fand ich absolut grandios! Ich glaube einfach, dass noch ein paar Seiten mehr, auf denen alle Charaktere und auch die Story Platz zum Entfalten gehabt hätte, gut gewesen wäre, damit das Buch für mich wirklich rund wird.

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Sternenscherben bietet eine coole und spannende Story mit sehr ausgefallenen Ideen und viel Potential. Bei letzterem hätte ich mir gewünscht, dass es an einigen Stellen noch einmal etwas mehr ausgeschöpft würde beim nächsten Mal, um dadurch Figuren und Handlung noch etwas mehr Fundament zu bieten. Ich freue mich in jedem Fall schon auf die nächste Dystopie von Teresa Kuba! Das Buch gehört für mich daher in die Kategorie

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11 Gedanken zu “#Rezension Sternenscherben von Teresa Kuba

  1. Liebe Michi,

    eine wirklich interessante Rezension! Auch wenn ich es immer wieder schade finde, wenn man über Bücher mit einer wahnsinnig tollen und fesselnden Grundidee stoplert, diese sich aber, wie du so schön sagst, nicht ganz „entfalten“.
    Da ich aber für Dystopien auch immer zu haben bin, werde ich die Geschichte wohl mal im Auge behalten 😉

    liebste Grüße ❤ Jill

    Gefällt 1 Person

  2. Guten morgen liebe Michi,

    wow, das Buch hatte ich überhaupt nicht auf dem Schirm, aber es hört sich echt klasse an. Danke für diese tolle Rezension! Das Buch packe ich sofort mal auf meine Wunschliste (auch wenn sie schon überquwillt :D)

    Liebste Grüße
    Sonja

    Gefällt 1 Person

  3. Liebe Michi,
    eine tolle und ehrliche Rezension!
    Ich weiß trotzdem nicht, ob ich das Buch kaufen werde, vermutlich warte ich da eher auf einen Kindle Deal oder so 🙂
    Denn die dystopische Thematik und das letzte Drittel interessiert mich nun schon sehr.
    Schade, dass das nicht so ganz ausgeschöpft wurde.

    Liebe Grüße,
    Nicci

    Gefällt 1 Person

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