Buchblogger 1 x 1: Das Media Kit – was es ist und wie man sich eins erstellt

Vielleicht hab ihr es mittlerweile schon einmal gesehen, viele Blogger besitzen es mittlerweile: ein Media Kit. Aber was ist das genau? Wozu und vor allem wer braucht eines? Und was gehört alles hinein? Genau auf diese Fragen findet ihr hier einige Antworten und auch ein paar Tipps, wie ihr selbst euer eigenes Media Kit kostengünstig gestalten könnt. Auf gehts!

Was ist ein Media Kit?

Auf Deutsch könnte man ein Media Kit wohl als Pressemappe bezeichnen, denn dazu waren sie ursprünglich mal gedacht: um die Presse mit den wichtigsten Kennzahlen über ein Unternehmen o.ä. zu informieren. Viele Fashion Blogger haben dieses Prinzip für ihre Blogs übernommen und langsam schwappt es auch in den Buchbereich. In unserem Sinn ist ein Media Kit also ein Dokument, in dem ihr die wichtigsten Fakten über euch und euren Blog zusammengefasst habt für mögliche Kooperationen. Damit sind nicht zwangsläufig bezahlte Kooperationen gemeint, sondern auch einfach im Kontaktaustausch mit Verlagen, beispielsweise, wenn ihr Termine für die Buchmesse anfragt.

Wer braucht ein Media Kit?

Jeder kann ein Media Kit für sich nutzen. Wenn ihr also eines benutzen möchtet, dann tut es! Ich habe eine ganze Weile damit gewartet, weil ich meine Zahlen noch nicht groß genug fand – aber da gibt es keine Begrenzung.

Was gehört alles in ein Media Kit?

Generell steht es euch frei, was ihr alles in euer Media Kit schreibt. Wichtig ist, dass es euch und euren Blog widerspiegeln sollte. Diese Fakten sollten auf jeden Fall zu finden sein:

  • Eine Beschreibung von euch. Auch gerne was ihr außerhalb des Bloggens macht.
  • Was für Genres ihr lest.
  • Seit wann euer Blog existiert.
  • Eine Beschreibung eures Blog. Was für Inhalte produziert ihr? Was ist das besondere an eurem Blog?
  • Eure Reichweite auf dem Blog. Also wie viele Besucher habt ihr im Monat? Wie viele Aufrufe habt ihr? Wie viele Abonnenten habt ihr auf eurem Blog? (Die Statistiken findet ihr auf eurem Blog.)
  • Sofern vorhanden sollten auch eure Social Media-Kanäle mit angegeben sein und die entsprechende Like/Follower-Zahl.
  • Ganz wichtig ist auch eine E-Mail-Adresse o.ä. wo Interessenten euch kontaktieren können.

Außerdem könnt ihr folgende Elemente und Fakten mit in euer Media Kit aufnehmen:

  • Wo teilt ihr Rezensionen?
  • Bilder (von euch selbst, buchige Bilder, Eventbilder…)
  • Eure Zielgruppe
  • Verlage, mit denen ihr bereits kooperiert habt
  • Autoren, mit denen ihr zusammenarbeitet
  • Wie oft erstellt ihr Beiträge/Wie oft erscheinen Rezensionen im Monat auf eurem Blog?
  • Euer bester/beliebtester Beitrag aller Zeiten

Das Wichtigste ist, wie schon gesagt, dass man euch in eurem Media Kit wiedererkennt. Daher sollte auch hier euer Design zu dem eures Blogs passen, ähnlich wie bei Visitenkarten.

Wie erstelle ich mir ein Media Kit?

Wollt ihr es wirklich professionell haben, lasst euch von einem Designer ein Media Kit anfertigen, dann passt es auf jeden Fall zu eurem Blog. Achtet aber darauf, dass ihr im Idealfall ein Format bekommt, mit dem ihr die Zahlen auch selbst anpassen könnt. Gerade am Anfang entwickeln sich Zahlen sehr rasant und dann müsst ihr ständig beim Designer anfragen, damit er euer Media Kit anpasst. Eine günstigere Methode ist Canvas. Das ist ein Design Tool, mit dem man auch als Anfänger relativ einfach zurecht kommt. Canvas stellt sogar eigene Vorlagen extra für Media Kits zur Verfügung, die man sich anpassen kann. In diesem Artikel kann man sich eine Vorlage herunterladen, die man mit Power Point anpassen kann.

Mein Tipp: Erstellt euch am Anfang, wenn sich die Zahlen groß entwickeln, ein günstiges Media Kit beispielsweise über Canvas und lasst euch ggf. später ein professionelles von einem Designer entwickeln – wenn ihr bis dahin nicht schon Profi im Media-Kit-gestalten seid. 😉 Mit großer Entwicklung meine ich im übrigen mehr als zehn Personen.

Noch ein Tipp: Passt euer Media Kit nicht für jeden neuen Follower neu an und ladet es nicht zu oft hoch – maximal einmal im Monat. Schreibt am besten nur volle Zahlen. Also wenn ihr beispielsweise 336 habt, 330. Damit erspart ihr euch eine ganze Menge Arbeit.

Schaut euch am besten auch Media Kits bei anderen Bloggern an, um euch Inspirationen zu holen und einen Eindruck, wie so ein Media Kit aufgebaut sein kann. Auch Google kann euch da eine gute Hilfe sein. Vielleicht findet ihr auch über die Google Suche ja noch weitere kostenlose Vorlagen. 🙂 Ich hoffe mein kleiner Einblick in die Welt der Media Kits konnte euch weiterhelfen. Wenn ihr noch Fragen habt immer gerne her damit. Beim nächsten Mal geht es um etwas, vor dem viele Blogger sich fürchten: Hacks für HTML. Ja, es wird nerdig, Freunde!

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13 Gedanken zu “Buchblogger 1 x 1: Das Media Kit – was es ist und wie man sich eins erstellt

  1. Liebe Michi,
    danke für deine Berichte Buchblogger 1×1 – ich habe sie alle gelesen und finde sie immer wieder spannend und informativ. Selbst wenn man einiges selber schon anwendet, findet man immer gute Tipps bei Dir!
    Um das Mediakit habe ich mich bisher gedrückt – werde das jetzt aber bestimmt in Angriff nehmen – dank deiner tollen Tipps und Tricks -vielen Dank!!
    Liebe Grüße
    Vera

    Gefällt 1 Person

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