Buchblogger 1 x 1: Konzepte für deinen Blog und Aktionen

Konzepte für Blog- & Social Medianeulinge

Die Analyse

Wenn ihr gerade erst mit eurem Blog startet, fällt die Analyse etwas kleiner aus. In einer Konzeptanalyse schaut man auf vier Bereiche:

  • euren Blog
  • eure Kommunikation (welche Kanäle, was für Content bietet ihr an…)
  • Kultur (Was für Trends und Strömungen gibt es, die sich auf den Bereich Bücher auswirken? Bsp. Events, Diskussion um Paper Princess, Gesetz gegen Print und für E-Books etc.)
  • und das Wichtigste: eure Zielgruppe.

Schritt 1: Euer Blog 
Da euer Blog ja noch nicht existiert, gibt es hier logischer Weise noch nicht wirklich viel zu analysieren. Ihr solltet aber folgende Fragen für euch beantworten:

  • Wie soll mein Blog heißen? 
    Eine super wichtige Frage. Über euren Namen baut ihr euch eine Identität auf, wenn ihr so wollt eine Marke. Das heißt ihr werdet ziemlich lange mit diesem Namen unterwegs sein. Sucht euch am besten etwas, das spezifisch zu euch passt und sich gut von der Menge abhebt – sprich nicht zu ähnlich zu anderen Blognamen klingt. Wenn ihr einen Eindruck braucht schaut doch mal bei der Topliste von Tobi vorbei. Hier findet ihr ziemlich viele Blogs. Zu dem Punkt zählen im Übrigen auch Begrifflichkeit. Spiegelt euren Namen gerne in Begriffen für verschiedene Formate wie Lesemonat, Neuerscheinungen, Rezensionen und Bewertungssystem (s.u) wieder. Dadurch stärkt ihr euren Blognamen und baut eure Identität weiter aus. Ein gutes Beispiel ist hierfür der Blog Trallafittibooks von Nicci. Sie baut ihren Namen oft geschickt in neue Kategorien ein.
  • Wie soll mein Design aussehen? 
    Zu dieser Frage zählt nicht nur das Design auf eurem Blog. Sucht für euch passende Elemente. Legt euch beispielsweise drei Farben fest, die ihr gerne verwenden möchtet und die immer wieder irgendwo auftauchen. Ihr könnt euch auch ein Bild oder Symbol suchen, mit dem ihr herumspielt. Ein Beispiel hierfür findet ihr bei Fuchsias Weltenecho. Sie hat für sich einen Fuchs ausgewählt und die Farbe grün, variiert aber beides immer mal wieder in der Darstellungsform. Auch eine spezifische Schriftart kann zu diesem Punkt dazuzählen.
  • Wo erstelle ich meinen Blog?
    Hierzu habe ich schon mal einen eigenen Blogbeitrag im Buchblogger 1×1 verfasst, der verschiedene Möglichkeiten miteinander vergleicht. Wichtig ist, euch am Anfang für einen Kanal zu entscheiden, da sich daran auch die Art eurer Beiträge und Inhalte orientiert.
  • Welche Seiten lege ich an? 
    Impressum und Datenschutzerklärung sind Pflicht. Darüber hinaus seid ihr in der Gestaltung eurer Seite aber vollkommen frei. Ich persönlich finde immer eine „Über mich“-Seite schön, um den Blogger etwas besser kennen zu lernen. Schaut euch einfach mal um, was andere Blogger haben und vielleicht habt ihr ja noch eine kreative eigene Idee. Wichtig ist, dass ihr Seiten auch fertigstellt, wenn ihr sie veröffentlicht, damit man nicht über einen halbfertigen Blog stolpert.
  • Was für Inhalte möchte ich erstellen? 
    Der Punkt hängt direkt mit dem Kanal eures Blogs zusammen. Trotzdem solltet ihr euch genau überlegen, was für Inhaltsformate ihr aufnehmen möchtet. Geht es bei euch nur um Rezensionen? Möchtet ihr nur Beiträge rund um Buchthemen schreiben? Einen Misch? Möchtet ihr noch andere Kategorien wie Reisen, Kochen, Lifestyle, etc. mit dazu nehmen?
  • Welches Bewertungssystem benutze ich? (nur, wenn ihr Rezensionen schreibt)
    Macht euch gut Gedanken hierüber. Nehmt ihr eine klassische fünf Sterne Bewertung und wenn ja, welche Symbole verwendet ihr? Benutzt ihr Kategorien? Oder nehmt ihr vielleicht gar ausdrückliche Bewertung vor?
  • Gibt es ein Alleinstellungsmerkmal? 
    Wohl eine der Wichtigsten Fragen. Überlegt euch, was euch als Blog besonders macht und euch von der Menge abhebt.

Schritt 2: Die Kommunikation 
Auch hier gibt es noch nicht wirklich viel zu analysieren. Von daher beantwortet euch am besten folgende Fragen:

  • Mit welcher Tonalität schreibe ich? 
    Meistens ergibt sich diese Frage von ganz alleine aufgrund eurer Persönlichkeit. Ihr könnt aber auch eine Tonalität festlegen, also Stil und Atmosphäre eurer Texte. Seid ihr fröhlich, kuschelig, düster, familiär, negativ, emotional, atmosphärisch oder etwas ganz anderes?
  • Welche Kanäle wollt ihr neben eurem Blog noch bedienen?
    Die Rede ist hier von Social Media. Auch dazu gibt es eigene Buchblogger 1×1 Beiträge. Wichtig ist, dass ihr euch nicht übernehmt. Versucht erst einmal euch auf euren Blog zu konzentrieren und einen weiteren Kanal dazuzunehmen. Wenn es gut läuft, könnt ihr eure Plattformen erweitern. Allerdings bringt jede Plattform auch mehr Arbeit mit sich.
    Zu dem Punkt gehört auch die Frage, auf welchen Plattformen ihr aktiv sein wollt und euch anmeldet, sprich, worüber ihr euren Blog noch „vermarkten“ könnt. Klassische Plattformen sind hier Bloglovin, Lovelybooks und Godreads. Mehr Plattformen findet ihr hier.
    Wenn euer Blog bei Facebook ist, denkt auch mal über das Teilen eurer Beiträge in Facebook-Gruppen nach.

Schritt 3: Kultur 
Dieser Punkt geht eigentlich relativ fix, hilft euch aber, Themen über das ganze Jahr zu finden, zu denen ihr Beiträge schreiben könnt. Dabei könnt ihr nach folgenden Themen recherchieren:

  • Zeitlich gebundene Themen (Feiertage wie Weihnachten und Ostern, Buchevents, bestimmte Neuerscheinungen…)
  • Themen in der Buchbloggercommunity (Konkurrenzdruck, Buchdiskussionen a là Paper Princess …)
  • Entwicklungen auf dem Buchmarkt (Neue Gesetze o.ä.)
  • Erlebnisse, die ihr selbst als Leser macht
  • Andere Trends, die auch das Lesen beeinflussen könnten (Bsp. Nachhaltigkeit = nur noch E-Books?)

Schritt 4: Die Zielgruppe
Dieser Punkt ist der wichtigste von allen, denn anhand eurer Zielgruppe richtet sich quasi alles aus, was ihr so macht, da ihr eure Zielgruppe ja mit allem was ihr macht erreichen wollt. Zum Beispiel richten sich danach die Texte auf euren Social Media Kanälen, eure Fotos und die Themen, die ihr auf eurem Blog spielt. Ich wage allerdings jetzt mal die gewagte Geste, dass bei vielen Buchbloggern, sie selbst das beste Vorbild für ihre Zielgruppe sind. Um ein möglichst gutes Bild eurer Zielgruppe zu bekommen, erstellt euch eine greifbare Beispielperson (was in dem Fall dann ihr selbst sein könnt :D). Beantwortet folgende Punkte:

  • Name der Person
  • Alter
  • Geschlecht
  • Für welche Themen interessiert sich die Person?
  • Welche Hobbies hat die Person?
  • Was für Probleme hat sie? (auf buchiges bezogen)
  • Was für Ziele hat sie? (auf buchiges bezogen)
  • Ist die Person berufstätig, geht in die Uni oder in die Schule?
  • Hat sie eine eigene Familie zu versorgen?

Für den Buchbereich:

  • Welche Genre liest die Person?
  • Liest sie nur Bücher oder hört sie auch Hörbücher oder liest Comics oder Mangas?
  • Sammelt sie Buchmerch?
  • Was für Lesegewohnheiten hat die Person?

Fügt der Liste gerne alle weiteren Fragen hinzu, um euch einen guten Eindruck der Person zu verschaffen. Wie gesagt, wenn ihr stellvertretend für eure Zielgruppe steht, dann werden die obigen Fragen schon reichen. Aus den Antworten können sich im übrigen auch Themen für euch ergeben, die ihr für Beiträge verwenden könnt.

Strategischer Ansatz

Beim Strategischen Ansatz, geht es genau um das: eine Strategie. Dabei geht es noch nicht darum, was genau ihr machen wollt, sondern vielmehr um strategische Fragen, wie

  • Wie häufig blogge ich?
  • Veröffentliche ich Beiträge zu einer bestimmten Uhrzeit?
  • Veröffentlicht ihr zu solchen Zeiten, dass ihr quasi einen Programmplan habt? (Bsp: Immer Donnerstags um 1.)
  • Handelt ihr Blog und Social Media getrennt voneinander oder immer zusammen?
  • Wie häufig veröffentlicht ihr etwas auf Social Media?
  • Welche Ziele möchtet ihr in welchem Zeitraum erreichen? (Follower, Klickzahlen, Kooperationen mit Verlagen…) Setzt euch hier aber bitte realistische Ziele.

Maßnahmen

Jetzt geht es ans Umsetzen von Inhalten! Damit sind nicht nur Beiträge und Bilder gemeint, sondern vielleicht besondere Aktionen, die ihr einmal die Woche durchführt oder eine Challenge, die ihr startet…oder alles andere kreative, was euch einfällt. Hier sind euch keine Grenzen gesetzt. Überlegt euch, was ihr machen könnt, um eure Ziele zu erreichen.

Diese Anleitung könnt ihr zum Großteil so adaptieren, wenn ihr für euch ein Social Media Konzept erstellen möchtet.

Geschätzter Zeitaufwand: zwei bis drei Stunden

2 Gedanken zu “Buchblogger 1 x 1: Konzepte für deinen Blog und Aktionen

  1. Hey😊
    Dein Beitrag ist wirklich gut ausgearbeitet und hilfreich. Ich habe nich dabei erwischt, wie ich beim Lesen die Checkliste in meinem Kopf durchgegangen bin
    Liebe Grüße
    Regina

    Gefällt mir

  2. Liebe Michi,

    Was für ein ausführlicher Beitrag!
    Bevor ich meinen Blog erstellt habe, habe ich mir leider sehr wenig Gedanken gemacht, was, wie du andeutest, im Nachhinein mehr Arbeit bedeuten kann. Ich brauche für mich persönlich zwar kein klares Konzept, finde es aber immer wieder hilfreich, mich in regelmäßigen Abständen mit den verschiedenen Seiten/Kanälen auseinanderzusetzen und vielleicht ein paar Änderungen vorzunehmen.
    Danke für diesen tollen Leitfaden!

    Liebste Grüße ❤ Jill

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s